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würfniſſen fertig werden können, ohne unſer Unterthanenverhältniß gegen den König abzuſchütteln.“
„Ja, das iſt für Tauſende der Stein des Anſtoßes geweſen; und doch iſt es in Wahrheit der ſchwächſte Punkt, den ſie jenſeits des atlantiſchen Meeres für ihre Anſicht geltend machen können. Was nützt das Unterthanenverhältniß gegenüber von dem Könige, wenn das Parlament ſeine Macht in einer Weiſe gebraucht, daß die amerikaniſchen Intereſſen denen Englands untergeordnet werden! Man kann gar viel Vernünftiges und Triftiges ſagen zu Gunſten der königlichen Macht, das gebe ich ſehr gerne zu: aber ſehr wenig zu Gunſten eines Verhältniſſes, bei welchem ein Volk der Unter⸗ than des andern wird. Der Name Loyalität verblendet die Menſchen gegen Thatſachen, und ſetzt eine eingebildete Macht an die Stelle einer wirklichen. Die Frage war, ob England mittelſt eines Parlaments, in welchem wir keine Vertreter haben, für uns Geſetze machen ſolle und dürfe, oder nicht; und nicht die: ob George III. unſer Souverän ſein ſolle, oder ob wir die Souveräne⸗ tät des Volkes begründen und aufſtellen wollen“*).
gehabt gleich damals das Princip ſelbſt nirgends offen ſcheint erkannt worden zu ſein. Der
war auch jede Kolonie gänzlich unabhängig von den anderen, nur mit ihnen ver⸗ knüpft durch das Band der gemeinſamen Abhängigkeit von der Krone. Die Revolution von 1688 verſchaffte allmählich dem Parlament das Ueber ewicht; und als George III. den Thron beſtieg, war dieß Uebergewicht ſchon deinahe unbeſtritten. Nun ſtand Amerika eigentlich in keiner Verbindung mit dem Parlament, welches damals nur


