dammt, geleſen; aber ich habe im Allgemeinen gefunden, daß die glücklichſten und im Grunde genommen auch die Familien vom beſten und ſittlichſten Tone diejenigen waren, wo man Jack, Tom, Bob, Dick, Beß und Di ſagte. Was die Louiſa Adelina's, und die Robert Auguſtuſſe und alle ſolche Reſpektsnamen betrifft, ſo geſtehe ich offen, daß ich dagegen Verachtung empfinde. Das iſt bei der Art von Leuten, welche Satanstoe— Dibbleton nennen, Hellgate— Hurlgate,— und ſich ſelbſt— gebildet! Dem Him⸗ mel ſei Dank, ſolchen Unſinn hatten wir nicht zu Lilaksbuſh oder auf dem Landhals. Mein Vater hieß da Corny, meine Mutter Anneke, Katrinke Kate, und ich Mordy oder Mord, oder wenn man ſich Zeit nahm, Mordaunt.
Tom Bayard erwiederte meine Begrüßung freimüthig und mit gentlemaniſcher Sicherheit des Benehmens, obgleich auf ſeiner Wange ein leiſes Erröthen ſichtbar war, welches mir ſagte;„Ich wünſche Eure Schweſter zu gewinnen.“ Aber mir gefiel das Be⸗ nehmen des jungen Mannes. Da war kein haſtiges Fahren nach der Hand, kein Sichvordrängen, um gleich im erſten Augenblick der Begegnung ein vertrautes Verhältniß zu erzwingen; aber er erwiederte meine Verbeugung mit anmuthiger Verbindlichkeit, und ſein Lächeln hiebei ſchien den Wunſch nach genauerer und beſſerer Bekanntſchaft auszudrücken.
Nun habe ich auch ſchon geſehen, daß einer quer durch ein ganzes Zimmer ſchritt, um bei einer Vorſtellung mit einem gänz⸗ lich Fremden die Hände zu ſchütteln, und während der ganzen Zeit ein ſo trübſeliges Geſicht machte, als ob er ihm ſein Beileid beim Verluſt ſeiner Frau bezeugte. Dieſe Gewohnheit, mit feier⸗ lichem Ernſt die Hände zu ſchütteln, nimmt bei uns nachgerade überhand, und wird aus einigen unſerer Schweſterſtaaten einge⸗ führt, denn gewiß iſt es kein New⸗Yorker Brauch, außer unter vertrauten Freunden; und es iſt nach meinem Dafürhalten ein ſchlimmer Brauch, weil er eines der beſten Mittel, Gefühle ab⸗


