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Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
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nem telle und

Viertes Kapitel.

Beatrice. Gegen meinen Willen bin ich geſandt, um Euch zum Eſſen kommen zu heißen.

Benedick. Schöne Beatrice, ich danke Euch für Eure Mühe.

Beatrice. Ich hatte nicht mehr Mühe, dieſen Dank zu verdienen, als es Euch Mühe koſtet, mir zu danken; wäre es mühevoll geweſen, ſo wäre ich nicht gekommen.

Viel Lärmen um Nichts.

Unter dem Portal des Hauſes zu Satanstoe ſtand meine liebe Großmutter und der berühmte Tom Bayard, um uns zu em⸗ pfangen. Der erſte Blick auf Letztern bewies mir, daß er einan⸗ ſtändiger Mann war; und beim zweiten gewann ich die erfreuliche Ueberzeugung, daß er gerade jetzt nur für Kate Augen hatte. Dieß zu ſehen und zu wiſſen, war für mich eine große Beruhigung, da ich nie hätte mit gutem Gewiſſen meine Zuſtimmung dazu geben können, das liebe Mädchen einem Manne zu vermählen, der ihren Werth nicht zu würdigen gewußt, der ihre Schönheit nicht in vol⸗ lem Maaße bewundert hätte. Was meine liebegar alte Groß⸗ mutter betrifft, die jedoch nicht ſo ſehr alt war, da ſie noch unter den Siebzigen ſtand, ſo war unſer Empfang von ihrer Seite ge⸗ rade ſo, wie ich ihn immer gefunden hatte: warm, herzlich und mild. Sie nannte meinen Vater, den General, immer Corny, auch wenn ſie in einem Zimmer voll von Geſellſchaft mit ihm ſprach; doch habe ich, was das betrifft, meine Mutter, die weit mehr eine Frau von Welt war, da ſie ſehr viel in Geſellſchaft gelebt hatte, ebenſo ſprechen hören, wenn ſie ſich allein glaubte. Ich habe in dieſem oder jenem ekeln und pedantiſchen Buche, ge⸗ ſchrieben ohne Zweifel von Einem, der die Menſchen nur aus Büchern, dem ſeinigen ähnlich, kannte, ſolche Vertraulichkeiten ver⸗