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rend Theil, das ſein ein altes Wort. Ich gewiß ſein, Jeder der Augen hat, kann ſehen, wo ſeine Zehe den Boden aufgeriſſen und ihn geſtaltet nach ſich— kein Dibble da, Sah.“
Mit dieſen Worten ritt Jaap weiter, und meine Schweſter und ich thaten daſſelbe, das Geſpräch weiter fortſetzend, in das wir ſo zufällig hineingerathen waren.
„Iſt es nicht ſonderbar, Bruder, daß Fremde dieſen Kitzel haben, den Namen des Guts unſerer Großmutter zu verändern?“ ſagte Kate, nachdem wir den Schwarzen verlaſſen hatten.„Es iſt allerdings ein gemeiner Name; aber er iſt jetzt weit über hundert Jahre im Gebrauch, und die Zeit wenigſtens ſollte ihm das Recht verleihen, ungehudelt zu bleiben.“
„Ja, meine Liebe; aber du weißt noch nichts von den Wün⸗ ſchen und Begehrungen und Anſtrengungen und dem Ehrgeiz von ein ‚wenig Gelehrſamkeit“. Ich habe auf meiner kurzen Laufbahn ſchon genug geſehen, um zu wiſſen, daß ein Geiſt unter uns rege iſt, der ſich den anſpruchsvollen Namen: ‚Geiſt des Fortſchritts“ gibt, welcher wahrſcheinlich Wichtigeres umſtürzen wird, als den Namen unſeres alten Landhalſes. Es iſt ein Geiſt, der den acht⸗ baren Charakter der Liebe zur Freiheit anzunehmen ſucht; und unter dieſer Maske läßt er der Bosheit, dem Neid, der Begehrlich⸗ keit, der Habgier und den niedrigſten Leidenſchaften unſerer Natur freies Spiel. Unter andern nimmt er auch die provinzielle An⸗ maßung einer unächten Geſchmacksverfeinerung an, und ſchmeichelt einer gewiſſen ſpröden Vornehmigkeit, die man am häufigſten bei Solchen findet, die keinen Begriff von etwas wahrhaft Erhabenem haben, indem er ekeln Geſchmack und Affektationen an die Stelle der Einfachheit der Natur und eines wahrhaft guten Tones und Benehmens ſetzt.. 4


