Kate lachte wieder und ſagte mir, ich möge über dieſen Punkt meine eigenen Beobachtuͤngen machen und für mich ſelbſt urtheilen. Was den Beſuch betreffe, ſo hätte ich nur zufällig ein Projekt von Andern begünſtigt. Das Geſpräch nahm jetzt eine andere Wendung, und wir ritten einige Meilen weiter und unterhielten uns von den Auftritten des Krieges, ohne der Bayard's und der Heirathen weiter zu erwähnen.
Wir waren eine halbe Meile vom Thore des Landhalſes und eine Meile vom Hauſe entfernt, als uns Jaap begegnete, der nach Lilaksbuſh zurückkehrte und meiner Mutter einiges Obſt brachte, nachdem er ſeinen Auftrag als avant-courrier erfüllt hatte. Aus Kate's Bemerkung hatte ich erfahren, daß wir durch einen Brief eingeladen worden waren, dieſen Ausflug zu machen, wiewohl die Förmlichkeit, den Neger mit ſeiner Botſchaft hinüber zu ſchicken, beobachtet worden war, aus Gründen, die mir unter den obwalten⸗ den Umſtänden nicht ſehr einleuchteten. Ich äußerte jedoch nichts und beſchloß, ſelbſt zu ſehen und zu urtheilen.
Natürlich zogen wir unſern Pferden die Zügel an und hielten, um einige Worte mit dem Schwarzen zu ſprechen.
„Nun, Jaap, wie ſah der Landhals aus nach ſo langer Ab⸗ weſenheit?“ fragte ich.
„Er ausſehen, Sah, gar nicht ſo gut wie alte Miſſus, welche kapital ausſehen für eine ſolche Lady. Machen Wunder groß Auf⸗ hebens mit Landhals, Sah, wenn Ihr Alles glaubt, was junge Neger ſagen. Aber was meint Ihr, Maſſer Mordy, daß ich ge⸗ hört in Schenke, wo ich nur anhielt, alten Dick ſaufen zu laſſen?“
„Und eine Schluck Cider für den alten Jaap zu beſtellen,“— hier lachte der alte Neger herzlich, hatte aber die Unverſchämtheit, die Anſchuldigung weder zu geſtehen noch zu läugnen, da ſeine Schwäche für derlei Genüſſe ein allbekannter Fehler war.—„Nun, was habt Ihr gehört, während Ihr Euren gewohnten Krug ver⸗ ſchlucktet?“


