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Wyandotté, oder das Blockhaus
Entstehung
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560 gänzlich frei von aller Ziererei. Ihr Verkehr mit Robert Wil⸗ loughby war immer der zarteſten, vertrauensvollſten Art geweſen, erhaben über jeden Schein von Heimlichkeit, und geheiligt durch die Scenen, welche ſie zuſammen erlebt hatten. Sie zögerte kei⸗ nen Augenblick, ihre Liebe, ihre leidenſchaftliche, Alles verſchlin⸗ gende Neigung für ihn zu bekennen; aber ſeine Verlobte konnte ſie nicht werden, ſo lange an eben dem Herde, an dem ſie ſaßen, die Blutflecken noch ſo friſch erſchienen. Sie ſah noch immer die Geſtalt der Todten an ihren gewohnten Plätzen, glaubte ihr La⸗ chen, ihr trauliches Geplauder, das Flüſtern der Mutter, die ſcherzhaften Vorwürfe des Vaters, oder Beulahs ſanftes Rufen fortwährend zu vernehmen. 5

Und doch, Robert, ſprach Mand, denn jetzt durfte ſie ihn

bei dieſem Namen nennen und konnte den vertraulichen Klang des

früherenBob fallen laſſenund doch, Robert, könnte es uns wohl eine melancholiſche Freude gewähren, wenn wir unſere Gelübde an dem Altar derſelben kleinen Kapelle ablegten, wo wir ſo oft zuſammen gebetet haben ſie, die Theuren, welche uns verließen, und wir, die wir allein zurückblieben.

Ja, theuerſte Maud; und dann gibt's noch einen zweiten Grund, warum wir nur als Mann und Frau dieſen Ort verlaſ⸗ ſen ſollten. Beekman hat zugegeben, daß unter den Behörden in Albany über das eigentliche Weſen meines Beſuches wohl einiger Streit entſtehen könnte. Es würde ihm das Aufbieten eines Grades von Einfluß erſparen, der ihn leicht beläſtigen könnte, wenn ich als Ehemann und nicht als Spion erſchiene.

Das WortSpion entſchied die Sache. Die Beſorgniſſe, welche es einflößte, mußten bei Maud alle andern Rückſichten ſchwinden laſſen, und ſo gab ſie unverweilt ihre Zuſtimmung, noch an demſelben Tage Roberts Gattin zu werden.

Die Ceremonie wurde natürlich von Mr. Woods vollzogen, und die kleine Kapelle ſah Thränen bitterer Erinnerung ſich in das