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ihn noch keineswegs verlaſſen— ich werde in Zukunft blos Rüben und dergleichen keimen ſehen. In Gottesnamen— das Stück Pergament iſt bezahlt, dafür hat Bob das ſeinige erhal⸗ ten und der Ueberſchuß bleibt in meiner Taſche— was ſoll ich alſo noch mehr darüber klagen? Da kommen ja unſere lieben Töchter, Wilhelmina, um mir vollends allen Verdruß zu benehmen. Der Vater zweier ſolcher Mädchen ſollte wenigſtens glücklich ſein.“
In dieſem Augenblick traten Beulah und Maud Willoughby—
das angenommene Kind führte nämlich ſo gut wie das wirkliche
den Familiennamen— in das Zimmer. Sie kamen Beide von ihrem Morgenſpaziergang, den ihre Lehrerin ihnen anbefohlen hatte — die Vorſteherin eines Dameninſtituts, wo ſie die feinſte Erziehung, was nämlich damals in Amerika als ſolche galt, erhalten ſollten.
Und wahrlich, ihre Eltern hatten alle Urſache, auf Beide ſtolz
zu ſein! Beulah, die ältere, zählte eben eilf Jahre; ihre Schweſter
war um achtzehn Monate jünger. Die Erſtere hatte etwas Ge⸗ ſetztes, obwohl auch viele Heiterkeit in ihrem Weſen; blühende Wangen, klare Augen und ein ſüßes Lächeln waren ihr eigen⸗ thümlich. Maud— dieß war das Adoptivkind— entwickelte ſchon jetzt die ſtrahlende Miene eines Engels, ſah aber dabei eben ſo geſund aus wie ihre Schweſter; ihr Geſicht zeigte mehr Fein⸗ heit, ihre Blicke mehr Geiſt, ihr Muthwille mehr Gefühl; ihr Lächeln war heute zärtlicher und morgen ausdrucksvoller, als das ihrer Schweſter. Wir brauchen kaum beizufügen, daß Beide jene Zartheit in den Umriſſen beſaßen, welche allen Frauengeſtalten in dieſem Lande unzertrennlich eigen zu ſein ſcheint. Was damals unter Perſonen ihres Standes vielleicht gewöhnlicher als heut zu Tage war:— Beide ſprachen das Engliſche mit Feinheit und tadelfreiem Accent, der eben ſo wenig Provinzialismen, als Ge⸗ zwungenheit hören ließ. Das Holländiſche war dazumal in Albany noch ſehr verbreitet, und die meiſten Frauen holländiſchen Urſprungs ließen im Ausſprechen des Engliſchen einen leiſen Anſtrich ihrer


