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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
Entstehung
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in

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perlicher Schmerz und alle Leiden, die wir im Fleiſche erfahren, dauern nur eine beſtimmte Zeit. Sieben blutige und grauſame Kriege hab' ich erlebt, der ſiebente, der jetzt wüthet, wird, Gott woll' es, der letzte ſein. Im ſechsten hab' ich Ihnen Wunder ge⸗ ſehen, Gefahren ausgeſtanden ihres Gleichen hat noch kein Auge geſchaut, kann keine menſchliche Zunge ausſprechen!

Die Zeit iſt rauh mit Euch umgegangen, Freund, unterbrach ihn ſanft das Frauenzimmer,hier habt Ihr Gold; vielleicht trägt es dazu bei, Euch die übrigen Lebenstage zu verſüßen.

Der Krüppel, denn der Wegführer war nicht blos alt, ſondern auch lahm, empfing das Geſchenk mit großer Dankbarkeit, und war von nun an zu ſehr beſchäftigt, den Belauf deſſelben bei ſich zu überſchlagen, um in ſeiner Redſeligkeit fortzufahren.

Das kurze Dämmerlicht war verſchwunden, während die Träger noch im Hinanſteigen des Abhangs begriffen waren, und es war Nacht, als die Gruppe in tiefem Schweigen an der Hausthüre der Villa anlangte. Nachdem der Alte die Klingel ſtark angezogen hatte, wurde ihm bedeutet, daß ſeine Dienſte nun nicht weiter

vonnöthen ſeien.

Viele und ſchwere Fährlichkeiten hab' ich mitgemacht, wendete er ein,und gar wohl weiß ich, daß ein kluger Seefahrer den Lootſen nicht eher entläßt, als bis das Schiff ſicher vor Anker liegt. Vielleicht iſt die alte Madame d⸗Lacey ausgegangen, oder der Kapitän mag vielleicht nicht.

Genug, Freund, hier iſt ſchon Jemand, der uns Auskunft ge⸗ ben wird.

Die kleine Thüre wurde jetzt geöffnet; und ein Mann mit einem Licht in der Hand erſchien auf der Schwelle. Die Erſchei⸗ nung des Thürſtehers war gerade nicht von der aufmunterndſten Art. Ein gewiſſes Ausſehen, das Keiner, der es nicht hat, zum Schein anzunehmen, Keiner, der es hat, von ſich abzulegen ver⸗ mag, ließ ſogleich den Sohn des Oceans erkennen, und ein höl⸗