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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
Entstehung
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ein Enkelchen oder irgend Jemand, der nichts zu thun hat, in der Nähe iſt, hier iſt Silber, ihn zu belohnen.

Ei du guter Gott, gnädige Frau! erwiederte der Andere, ſie wegen ihrer demüthigen Erſcheinung mit einem Seitenblick be⸗ trachtend, der gleichſam den gegebenen Titel wieder zurücknehmen ſollte, und dabei mit ganz beſonderer Sorgfalt die angebotene kleine Münze in die Taſche ſteckend.Ei du guter Gott, Ma⸗ dame! bin ich auch alt und einigermaßen geſchwächt durch Stra⸗ pazen und wunderbare Abenteuer zu See und zu Land, ſo will ich doch gern für Jemand in Ihrer Lage einen ſo kleinen Dienſt thun. Folgen Sie mir, und Sie werden ſehen, daß Ihr Lootſe nicht ganz unbekannt mit dem Pfade iſt.«

Noch ehe der Alte mit dieſer ſelbſtgefälligen Anpreiſung ſeiner Tüchtigkeit fertig war, hatte er rechtsum geſchwenkt, und den Weg, der von der Kaje abführte, eingeſchlagen. Die Seeleute und das Frauenzimmer folgten, letztere an der Seite der Tragbahre,

in ſtille Schwermuth verſunken.

Solltet Ihr etwa Erfriſchungen nöthig haben, ſagte ihr Wegführer, und zeigte dabei über die Schulter weg,dort iſt ein wohlbekanntes Wirthshaus, das ſeiner Zeit von Matroſen ſtark beſucht wurde. Nachbar Joram und der ‚Unklare Anker' ſind in ihren Tagen berühmt geweſen, ſo gut wie der größte Krieger im Lande; der ehrliche Joram iſt freilich eingethan zu ſeinen Vätern, aber das Haus ſteht noch ſo feſt, wie an dem Tage, da er es zuerſt betrat. Er iſt als ein gottſeliger Chriſt geſtorben, und jeder bange Sünder ſollte zum Heil ſeiner Seele deſſen frommes Beiſpiel vor Augen haben.

Hier vernahm man aus dem Innern der Tragbahre einen tiefen, dumpfen Seufzer; der Wegweiſer ſtand ſtille und lauſchte, allein kein ferneres Zeichen bot ſich dar, wodurch er hätte auf die Spur kommen können, wer ſich wohl drinnen befinden möchte.

Der kranke Mann leidet, nahm er wieder auf;aber kör⸗

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