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Farben der Aliirten, die, weil es ein Gala⸗Tag war, vereint ge⸗ flattert hatten, niedergelaſſen, und nur eine einzige Flagge von gemiſchten Farben, mit einer Gruppe glänzender, aufgehender Sterne, ſah man noch an ihrer Gaffelſpitze wehen. In dieſem Augenblick erſchien auf der offenen See draußen ein Fahrzeug, bei weitem kleiner, das aber ebenfalls die Flagge der jungen Staa⸗ ten führte. Da die Flut eben zurückkehrte und der Wind die Segel nicht faßte, ſo ließ es in der Durchfahrt zwiſchen den Eilanden Connanicut und Rhode ein Anker fallen, und ſofort wurde ein Boot ſichtbar, das von den Armen ſechs ſtämmiger Männer nach dem innern Hafen zuruderte. Als die Barke einen etwas abge⸗ legenen und verlaſſenen Theil der Kaje erreichte, konnte ein Menſch, der einſam daſtand, und ihre Bewegungen beobachtet hatle, unter⸗ ſcheiden, daß ſie eine mit Vorhängen verhüllte Tragbahre und eine einzige weibliche Geſtalt enthielt. Ehe noch der Neugierde, die ein ſolcher Anblick in der Bruſt eines ſolchen Zuſchauers, wie des genannten, zu erregen geeignet iſt, Zeit geſtattet war, ſich in allerhand Muthmaßungen zu ergehen, waren ſchon die Ruder aus dem Waſſer aufgeſchwungen— berührte das Boot die Schälung, und die Tragbahre, von den Seeleuten getragen und von dem Weibe begleitet, hielt vor ihm.
„Sagen Sie mir, ich bitte Sie,“ erklang es von einer Stimme, in deren Tönen Schmerz und Entſagung wunderbar vereint waren, „ob Kapitän Heinrich de Lacey, von der Continental⸗Marine*), ein Haus in dieſer Stadt Newport beſitzt?“
„Das hat er,“ antwortete der von dem Frauenzimmer ange⸗
redete Alte:„das hat er; oder wie man eigentlich ſagen könnte,
zwei; indem die Fregatte dort nicht weniger ſein iſt, als das Wohn⸗ gebäude hier auf der Anhöhe.“ „Du biſt zu alt, um uns den Weg zu zeigen; doch, wenn
*) Den Seetruppen der Vereinigten Staaten Nordamerika's.


