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chen der Nacht mit den Erzählungen tollkühner Thaten zu ver⸗ kürzen, welche unter deſſen Befehlen ausgeführt worden ſein ſoll⸗ ten. Das Gerücht verfehlte nicht, ſie auf alle erdenkliche Weiſe auszuſchmücken und zu entſtellen, bis der wahre Charakter, ja der Name des Individuums, mit dem anderer großer Frevler zuſammen⸗ floß. Auch traten Vorfälle von höherem, erhebenderem Intereſſe ein, die alle Einzelnheiten verwiſchten, und blos noch eine unbe⸗ ſtimmte, von Vielen für chimäriſch und unwahrſcheinlich gehaltene, Sage übrig ließen. Die brittiſchen Kolonien empörten ſich gegen die Regierung der Krone, und ein lang ſich hinziehender Krieg führte endlich den gewünſchten Erfolg herbei. Newport, die er⸗ öffnende Scene gegenwärtiger Erzählung, war bald von den Trup⸗ pen des Königs von England, bald von denen jenes Monarchen beſetzt, der eine ritterliche Schaar ſeines Volkes geſchickt hatte, um in dem Kampfe, der dem nebenbuhleriſchen Reiche deſſen un⸗ geheure Beſitzungen entriß, hilfreiche Hand zu leiſten.
Der ſchöne Hafen hatte feindliche Flotten beherbergt und die friedlichen Landhäuſer gedröhnt unter dem Gejauchze jugendlicher Krieger. Ueber zwanzig Jahre waren ſeit den erzählten Ereig⸗ niſſen in das Buch der Zeiten eingetragen, als die Inſelſtadt aber⸗ mals der Schauplatz eines ſolchen Freudenfeſtes war. Die ver⸗ bündeten Truppen hatten durch Geſchicklichkeit und größere An⸗ zahl den unternehmendſten Anführer der Engländer gezwungen, ſich und ſeine Armee gefangen zu geben. Man glaubte, der Krieg ſei zu Ende, und die werthen Städter waren, wie gewöhnlich, etwas laut in dem Ausbruch ihrer Freude geweſen. Doch mit dem Tage nahmen auch die Luſtbarkeiten ein Ende; und als die Farbe der Abenddämmerung ſich in die ſchwärzere der Nacht zu verſchmel⸗ zen anfing, verbreitete ſich auch über den Ort die gewöhnliche Stille eines Provinzialſtädtchens. Eine ſtattliche Fregatte, welche gerade auf demſelben Fleck, wo das Fahrzeug des Rover zuerſt dem Leſer erſchienen iſt, vor Anker lag, hatte bereits die bunten, heiteren
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