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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
Entstehung
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Schiff abgewendet. Da lag es, das Oberbramſegel am Maſt, ein ſchöner Bau, lieblich anzuſehen in ſeinem Ebenmaaße und voll⸗ kommen in allen ſeinen Theilen, wie durch Feenmacht hingepflanzt. Man entdeckte eine menſchliche Geſtalt, die raſch auf der Hütte hin⸗ und herging, und ihr zur Seite ſchwebte ein Weſen, das ausſah, wie der verjüngte Schatten der bewegten Figur. Endlich verſchlang die Entfernung auch dieſe ſchillernden Bilder! das Auge mühte ſich nunmehr umſonſt, von den inneren Bewegungen des ferner und ferner zurückweichenden Schiffes eine Spur aufzufangen. Allein bald endete jeder Zweifel. Ein Flammenſtreif blitzte plötzlich vom Verdeck hervor, wild aufwärts von einem Segel zum andern ſpringend. Nun entquoll dem Rumpfe eine ungeheure Rauchwolke, und dann das gedämpfte Gebrüll des losgehenden Geſchützes. Dieſem folgte das erhabene, nicht minder anziehende, als furchtbare Schauſpiel eines im Brande ſtehenden Schiffes. Eine unermeßliche Rauchhülle lagerte ſich über den Fleck, und das Ganze endete mit einem Krach, von dem, trotz der Entfernung, die Segel des Pfeils erzitterten und in ungewiſſe Schwankung geriethen, als wenn die Paſſatwinde ihren ewigen Strich verlaſ⸗ ſen hätten. Als die ſchwarze Wolke ſich von der Meeresfläche weghob, blieb dem Blick nichts mehr, als eine fortgeſetzte Waſſer⸗ öde ſichtbar; vergebens ſtrebte das Auge, den Fleck wiederzufinden, wo ſo kürzlich jenes ſchöne Erzeugniß menſchlicher Geſchicklichkeit geſchwommen hatte. Einige von Denen, welche, mit Ferngläſern verſehen, die oberſten Stengen des königlichen Kreuzers erklettert hatten, glaubten zwar einen einſamen ſchwarzen Punkt auf der See zu erblicken; ob es aber ein Boot oder einige Trümmer des Wracks geweſen, hat man nie erfahren können. 5

Von jener Zeit an begann die Geſchichte des gefürchteten rothen Freibeuters ſich nach und nach, verdrängt durch die neuen Ereigniſſe auf jenen belebten Seegegenden, zu verlieren. Doch geraume Zeit noch pflegten Seefahrer ſich die langen Wa⸗