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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
Entstehung
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Dieß geſchah mit großer Behutſamkeit von Seiten des Fra⸗ genden, welcher ſicher gehen wollte, ehe er ſich dem Fremden an⸗ vertraute:„Sie ſagen alſo, Sir, daß Sie in Dienſten Seiner Majeſtät ſtehen?“

„Ich ſage noch mehr; ich bin ſein Vertrauter.“

„Zu viel Ehre für mich, mit einem Manne, der ſo hoch ſteht, mich in ein Geſpräch einzulaſſen. Ich fühle die Gnade in allen Gliedern,“ verſetzte der Lahme, indem er mit der Hand über die ſpärli⸗ chen Haare fuhr und ſich tief zur Erde neigte,„ein ſo großes Glück.... eine ſo gnädige Erlaubniß.... es iſt die höchſte Auszeichnung....“

„Sei es, was es will, Freund, genug, ich nehme es auf mich, Euch im Namen Seiner Majeſtät willkommen zu heißen.“

„Eine ſo große Herablaſſung würde mir das ganze Herz auf⸗ ſchließen, ſollte auch Verrath und ſonſtiger Unrath darin verbor⸗ gen ſein. Ich fühle mich ſo glücklich, ſo geehrt, mein geehrteſter Herr, eine Gelegenheit.... dieſe Gelegenheit zu finden, meinen brennenden Eifer für den König einem Manne vorzulegen, der nicht ermangeln wird, meine devoteſten Bemühungen Seiner Ma⸗ jeſtät zu Ohren zu bringen.“

„Sprecht frei,“ unterbrach ihn der grüne Fremdling mit einer Miene fürſtlicher Herablaſſung, worin jeder Andere, den nicht, wie unſern Schneider, ſeine eigene, knospentreibende Ehre beſchäftigt hätte, entdeckt haben würde, daß er läſtig zu werden beginne, „ſprecht ohne Rückhalt, Freund, wie wir es bei Hofe gewohnt ſind.“ Hierauf mit der Gerte gegen das Stiefelleder ſchlagend und ſich auf dem Abſatze drehend, murmelte er mit gleichgültigem Blick in die Zähne:„Wenn der Kerl dieſen Brocken hinabwürgt, ſo iſt er noch dümmer als ſeine Gänſe!“

„Ich will ſprechen, Sir; ich will,— ich ſehe es als eine Gnade und Barmherzigkeit an, wenn ein ſo vornehmer Herr mir ſein Ohr leiht. Sie ſehen doch, Sir, jenes große Schiff im äußern Hafen dieſer loyalen Seeſtadt.“

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