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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
Entstehung
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das Schiff ſcheint überhaupt die Aufmerkſamkeit der würdigen Einwohner ſehr zu beſchäftigen.“

„Ew. Herrlichkeit haben hierin den Scharfſinn meiner guten Mitbürger etwas zu ſehr überſchätzt. Das Schiff liegt hier ſchon

„O ja;

mehrere Tage, ohne daß ich über den Charakter und die Tendenz oder Abſicht deſſelben von einem ſterblichen Weſen ein ſterblich Wort hätte äußern hören, als— von mir ſelbſt.“

„Ei! ei!“ murmelte der Fremde, in den Griff ſeiner Reitgerte beißend, und ſeine blitzenden Augen feſt auf das Geſicht des meckernden Mannes heftend, während dieſer, über die Wichtigkeit ſeiner Entdeckung buchſtäblich anſchwoll.„Und worin beſtehen denn Eure Vermuthungen?“ 3

„Ich kann mich irren, Sir, und Gott wird mir's verzeihen, wenn ich's thue; aber ſo viel— nicht mehr und nicht weniger— denke ich mir über die Sache. Jenes Schiff da, und das Volk darauf, gilt bei den Einwohnern von Newport für ehrliche, unſchul⸗ dige Sklavenhändler⸗Equipage. Als ſolche werden die Leute hier angeſehen und gern zugelaſſen, das Schiff nämlich zu einem guten, ſichern Ankerplatz, die Mannſchaft in die Tavernen und Kramläden. Sie dürfen aber nicht etwa glauben, daß ein Einziger von ihnen einen einzigen Rock habe bei mir ausbeſſern oder gar anfertigen laſſen; nein, Sir, das ganze Geſchäft geht durch die Hände oder, beſſer zu ſagen, durch die Finger eines jungen Anfängers im Me⸗ tier, Namens Tape. Der verſteht es, auf alle Weiſe Kunden an ſich zu locken. Er ſpricht ſchlecht von ſeinen Mitmeiſtern hinter ihrem Rücken, ſpringt mit ihrem guten Namen herum, verſchleudert ſeine Arbeit; kurz.... Gewiß und wahrhaftig, ich habe auf dem ganzen

Fahrzeuge noch keine Jacke für den kleinſten Schiffsjungen gemacht.“

„Da könnt Ihr von Glück ſagen, Freund,“ erwiederte der grüne Mann,„daß Ihr mit den Buben nichts zu ſchaffen gehabt. Doch Ihr habt vergeſſen, mir zu ſagen, worin die Beſchwerde beſteht, die ich dem Könige vortragen ſoll.“