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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
Entstehung
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ſchien dann nachdenkend zu werden, wie Einer, der gern den Fa⸗ den eines Geſprächs wieder anknüpfen möchte.

„Frühzeitig— gehenkt würden,“ murmelte er zuletzt, als wollte er den Satz, den Jener unvollendet gelaſſen, ergänzen. „Drollig genug, daß ſo ein Menſch ſich übernehmen ſollte, mir eine ſo hohe Beförderung vorauszuſagen!“

Er ſchickte ſich augenſcheinlich an, dem abgehenden Kleeblatte zu folgen, als er eine Hand fühlte, welche ſich ohne Umſtände auf ſeinen Arm legte. Nun blieb er ſtehen.

„Ein Wort in's Ohr, Sir,“ ſagte der geſchäftige Schneider, und gab dabei mit einem bedeutenden Zeichen zu erkennen, er habe Sachen von Wichtigkeit mitzutheilen:„nur ein einziges Wort, Sir, da Sie ſich in Seiner Majeſtät beſonderen Dienſten befinden. Nach⸗ bar Pardon,“ ſetzte er mit vornehmer Gönnermiene hinzu,„die Sonne iſt im Sinken; Ihr habt noch weit bis nach Hanſe, und keine Zeit zu verlieren. Mein Mädchen wird Euch das Kleid geben. Gott behüte Euch. Sagt von Allem, was Ihr geſehen und gehört habt, nichts, bis ich Euch noch vorher geſprochen habe. Zwei Männern, welche in einem Kriege, wie der gegenwärtige, ſo manche Erfahrung gemacht haben, darf es nicht an der gehö⸗ rigen Behutſamkeit fehlen. Lebt wohl, guter Freund! Empfehlt mich dem werthen Pachter, Eurem Vater! bringt meinen freund⸗ ſchaftlichen Gruß Eurer Mutter, der guten Wirthin. Noch'mal, lebt wohl, ehrlicher Junge, lebt wohl!“

Als ſich auf dieſe Weiſe Homeſpun ſeines gaffenden und ſtau⸗ nenden Begleiters entledigt hatte, ſahe er ihm noch mit wichtigerem Blicke nach, bis Jener die Kaje hinunter war, und nun erſt wandte er ſich wieder zum Grünrock. Dieſer war mittlerweile ruhig ſtehen geblieben, ohne die geringſte Gemüthsbewegung zu äußern; er wartete darauf, daß der Schneider, welchen er Zeit genug gehabt hatte zu betrachten, und den er, wie man zu ſagen pflegt, ſchon ziemlich auf den erſten Blick weg hatte, ſeinen Vortrag fortſetzen möchte.