Druckschrift 
Satanstoe, oder die Familie Littlepage ; eine Erzählung aus der Colonie / von James Fenimore Cooper
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſchon zweimal geſchrieben, zwei ſchöne, gutſtyliſirte, weibliche, aber doch geiſtvolle, liebevolle Briefe, in welcher die Zärtlichkeit und tiefe Gemüthlichkeit ihres W ſens ſich nur einigermaßen eingeengt zeigte durch ihr eigenthümlich zartes Verhältniß zu mir, als Braut, und ihr Geſchlecht. Auf den Empfang dieſer willkommenen Ein⸗ ladung hin machte ich mich des einzigen romantiſchen Streiches ſchuldig, den ich im Verlauf meines Lebens begangen zu haben mich erinnern kann. Herman Mordaunt's Schwarzer wurde gut bewirthet und mit einem zuſagenden Billet entlaſſen. Eine Stunde nachher verließ ich Satanstoe ich liebe dieſen ehrwürdigen Na⸗ men, und hoffe, alle Yankee's der Chriſtenheit werden nicht ver⸗ mögen ihn in Dibbleton zu verketzern alſo, eine Stunde nach⸗ dem der Neger weg geritten war, folgte ich ihm ſelbſt, mit der Abſicht in dem wohlbekannten Gaſthof zu Kingsbridge zu ſchlafen, und erſt zur geeigneten Stunde am andern Morgen in Lilaksbuſh mich zu präſentiren..

Ich war zwei Stunden vor Sonnenuntergang am Hauſe der redſeligen Wirthin angekommen, ſtellte mein Pferd ein, beſtellte mir ein Zimmer, und genoß ſelbſt einen Biſſen, als die gute Frau vom Hauſe eintrat.

Euere Dienerin, Mr. Littlepage, begann die geſchwätzige Perſon;wie befindet ſich der ehrwürdige Kapitän Hugh Roger und der Major, Euer geehrter Vater? Nun, ich ſehe es aus Eurem Lächeln. Ja, es iſt gar ein Troſt, wenn die Unſerigen ſich einer guten Geſundheit erfreuen mein armer Mann hat ſich den ganzen vorigen Winter ſehr übel befunden und der bevorſtehende wird wahrſcheinlich nicht viel beſſer ſeyn. Ich würde faſt glauben, Ihr geht zur Hochzeit nach Lilaksbuſh, Mr. Corny, hättet Ihr nicht vor meiner Thüre Halt gemacht, ſtatt geradezu nach Herman Mordaunt's Hauſe zu reiten.

Ich war verblüfft, vermuthete aber, die Kunde von dem was bevorſtand, ſey ausgekommen, und dieſe gute Frau, deren Ohr