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„Gott ſegne Euch, Corny, für dieß!“ rief Guert mit lebhaf⸗ tem Gefühl, als ich ihm mit Wärme die Hand ſchüttelte.„Es erfordert ein warmes Herz, und ein kühnes dazu, daß ein Mann in die Höhle des Löwen ſich wagt. Bleibt nur einen Augenblick, damit Euch nicht ein Unheil begegnet, ich bitte Euch. Dieſer Hände⸗ druck iſt für einen Mann in meinem Zuſtand ſo viel werth als ein ganzes Gut; aber denkt an Anneke. Ach, Corny, mein lieber Freund, ich würde ſelbſt jetzt noch glücklich ſeyn, wenn ich wüßte, daß Mary Wallace um mich Leid trüge.“
„Dann ſeid nur glücklich, Guert! Mein einziger Zweck, warum ich mich hieher wagte, war, Euch zu ſagen, daß Ihr in dieſer Hinſicht Alles hoffen dürft. Es wird keine Sprödigkeit, kein ſcheues Bedenken, kein Mißtrauen mehr ſich zeigen, wenn Ihr nur einmal uns wieder geſchenkt ſeyd.“
„Mr. Littlepage, Ihr würdet doch gewiß nicht ſpielen mit den Gefühlen eines elenden Gefangenen, der zwiſchen Marter und Tod ſchwebt, wie jetzt mein Schickſal iſt? Ich kann kaum meinen Sin⸗ nen trauen; und doch würdet Ihr gewiß meiner nicht ſpotten!“
„Glaubt Alles, was ich Euch ſage— ja, Alles, was Ihr wünſcht, Corny. Selten liebt ein Weib, ſo wie ſie liebt, und das kann ich Euch beſchwören. Ich gehe jetzt nur um Herman Mordaunt behülflich zu ſeyn, Euch die Freiheit zu verſchaffen, zu⸗ rückzukehren an den Ort, wo Ihr mit eignen Ohren hören ſollt, wie wahr das iſt, was ich Euch, ſelbſt ein Ohrenzeuge, mitgetheilt habe.“
Guert antwortete nicht, aber er war, wie ich wohl ſah, tief erſchüttert. Ich preßte ſeine Hand und wir trennten uns, in beſter Hofnuſ von meiner Seite wenigſtens, daß die Trennung nur kurz ſeyn werde. Ich habe Grund zu glauben, daß Guert Thränen ver⸗ goß; denn wie ich zurückſchaute, bemerkte ich, daß er ſein Angeſicht von den ihm zunächſt Stehenden weg wandte. Auf Jaap konnte ich nur Einen Blick werfen. Mein Burſche ſtand etwas rückwärts,


