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ohne alle Frage einige Begriffe von der Art der Kriegführung bei den Bleichgeſichtern ſich angeeignet haben. Ohne viel Bedenken da⸗ her und voll beſorgter Theilnahme für meinen Freund und meinen Sklaven,— denn auch Jaap's Schickſal lag mir ſehr am Herzen— erbot ich mich freiwillig, ſelbſt mit der Friedensflagge zu den Huro⸗ nen zu gehen. Herman Mordaunt ſchüttelte den Kopf und ſchien ſich zur Einwilligung nicht entſchließen zu können.
„Anneke würde es mir ſchwerlich verzeihen, wenn ich darein willigte,“ erwiederte er.„Ihr müßt jetzt bedenken, Corny, daß ein ſehr zärtliches und empfindliches Herz an Euer Schickſal geknüpft iſt, und nicht mehr handeln wie ein unbeſonnener lediger Mann. Es wäre weit beſſer, dieſen Onondago zu ſchicken, wenn er ſich dazu bereit zeigt. Er verſteht die rothen Männer und wird im Stande ſeyn, die Aſpekten mit mehr Zuverläßigkeit zu deuten, als Einer von uns. Was ſagt Ihr, Susqueſus; wollt Ihr als Abge⸗ ſandter zu den Huronen gehen?“
„Gewiß!— warum nicht gehen, wenn er will? Gut, Abge⸗ ſandter zu ſeyn manchmal. Wo Wampum?— Was ihm ſagen?“
So ermuthigt beriethen wir uns zuſammen, und bald war Susqueſus bereit abzugehen. Der Indianer legte alle ſeine Waffen ab, wuſch ſich die Kriegsbemalung vom Geſicht, legte ein Caliko⸗ hemd um ſeine Schultern und nahm ganz die Friedenstracht an. Wir gaben ihm eine kleine weiße Fahne zu tragen, überzeugt, daß die Häuptlinge der Huronen ihre Bedeutung verſtehen müßten, und weil wir für beſſer hielten, daß bei Ueberbringung einer Botſchaft von Bleichgeſichtern, der Ueberbringer ſelbſt ein bei den Bleichgeſich⸗ tern übliches Symbol ſeiner Sendung habe. Susqueſus fand auch einen Wampum vor;— und auf dieſen ſetzte er vermuthlich ſo viel Vertrauen als auf ſonſt Etwas. Dann machte er ſich auf den Weg, mit dem Auftrag den Huronen ein reichliches Löſegeld anzubieten für die lebenden, unverletzten Perſonen Guert Ten Eyck’s und Jaap Satanstoe's.


