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Satanstoe, oder die Familie Littlepage ; eine Erzählung aus der Colonie / von James Fenimore Cooper
Entstehung
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Nachdem wir alle Wahrſcheinlichkeiten und denkbaren Fälle in unſerm Gemüthe hin und her erwogen, verſprach ich meinen Geſell⸗ ſchafterinnen, ohne einen Augenblick Zeit zu verlieren, alle Mittel zu ergreifen, um jeden nur möglichen Aufſchluß über Guert's Schickſal einzuziehen und alles Mögliche zu thun, um ihn zu retten.

„Ihr werdet mich nicht täuſchen, Corny,“ flüſterte Mary Wal⸗ lace, beim Abſchiednehmen mir die Hand mit ihren beiden Händen drückend.„Ich weiß, ich kann mich auf Euch verlaſſen, denn er rühmt ſich, Euer Freund zu ſeyn!“

Anneke'ns ſchmerzliches Lächeln verſtärkte noch dieſe Bitte, und ich riß mich los, ungern eine ſo Leidende verlaſſend, aber außer Stand, zu bleiben. Ich ſah Herman Mordaunt im Hofe mit Sus⸗ queſus ſich beſprechen, und eilte ſogleich zu ihm, entſchloſſen keine Zeit zu verlieren..

„Ich ſprach ſo eben mit dem Trackleß über denſelben Gegen⸗ ſtand,“ erwiederte mir Herman Mordaunt, ſobald ich ihm mein Vorhaben erklärt hatte,„und erwarte jetzt ſeine Antwort. Haltet Ihr es denn für ſicher, einen Boten an die Huronen hinauszuſen⸗ den, um uns nach unſern Freunden zu erkundigen und mit ihnen zu unterhandeln?“

„Nicht ſchicken?— warum nicht?“ verſetzte der Indianer. „Rother Mann froh, einen Boten zu ſehen. Gehen, wann er will; zurückkommen wann er will. Wie machen einen Handel, wenn Boten ſkalpiren?“ 5

Ich hatte gehört, daß ſelbſt die wildeſten Stämme einen Abge⸗ ſandten reſpektirten; und in der That lag in der Nothwendigkeit hievon ſelbſt ſchon eine Art Bürgſchaft, daß dieß ſo ſeyn müſſe. Allerdings mochte der Träger einer Flagge in größerer Gefahr ſeyn bei einer ſolchen Sendung, als er im Lager von civiliſirten Krie⸗ gern geweſen wäre; aber dieſe Canada⸗Indianer hatten lange bei den Franzoſen als Krieger gedient, und ihre Häuptlinge mußten