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genannt Abraham Van Valkenburgh, von ſeinen Freunden vertrau⸗ lich Bram Follock, oder Oberſt Follock oder Volleck genannt, je nachdem dieſe mehr oder weniger ceremoniös, oder mehr oder we⸗ niger holländiſch waren. Follock jedoch glaube ich war die Lieb⸗ lingsbenennung. Dieſer Oberſt Van Valkenburgh war ein alter
Waffenbruder meines Vaters und überdieß ein Verwandter, eine
Art von Vetter, von meiner Urgroßmutter her, neben dem daß er ein Mann von vielem Anſehen und von Gediegenheit war. Er wohnte im Rockland, gerade über dem Hudſon drüben, verfehlte aber nie um dieſe Jahrszeit einen Beſuch in Satanstoe zu machen. Dießmal war er begleitet von ſeinem Sohne, Dirck, welcher mein Freund war, und gerade ein Jahr jünger als ich.
„Nun denn,“ begann der Oberſt, in holländiſchem Accent, das Geſpräch, indem er die Aſche aus ſeiner Pfeife zum zweiten Mal dieſen Abend ausklopfte, nachdem er erſt einen Schluck heißen Flip,— ein damals wie noch jetzt ſehr beliebtes Getränke*,— genommen hatte—„nun denn, Erans, was iſt Euer Vorhaben mit dem Kna⸗ ben? Soll er ein Collegiumsgelehrter werden, wie ſein Großvater, oder nur ein in der Schule Unterrichteter, wie ſein Vater?“ Die Anſpielung auf den Großvater war ein Scherz des Oberſts, wel⸗ cher behauptete, alle im alten Mutterlande Gebornen ſeyen durch Inſtinkt ſchon Collegiumsgelehrte.
„Die Wahrheit zu geſtehen, Bram,“ verſetzte mein Vater,„das iſt ein noch nicht ganz feſt ausgemachter Punkt, denn es ſind ver⸗ ſchiedene Meinungen über den Ort, wohin er geſchickt werden ſollte, vorausgeſetzt auch, daß er überhaupt hingehen ſoll.“
Der Oberſt heftete ſeine großen, vorſtehenden blauen Augen auf meinen Vater, in einer Art und Weiſe, welche ſehr ſprechend ſeine Ueberraſchung zu erkennen gab.
„ Wie denn, gibt es hier ſo viele Collegien, daß es ſchwer iſt zu wählen?“ fragte er. * Von Zucker, Bier und Branntwein.


