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in welchen unter den Bewohnern dieſe zierliche Begrüßungsweiſe üblich iſt, ſo ging ſie natürlich als etwas ganz Unverfängliches vorüber.
Von Sir George Templemore trennte ſich Paul mit allen Merkmalen der Herzlichkeit. Die Matroſen, denen er eine frei⸗ gebige Schenkung übermacht hatte, brachten ihm drei Hurrah's, da ſie wenigſtens ſeine techniſchen Verdienſte zu würdigen wußten, und Saunders, welcher gleichfalls nicht vergeſſen geblieben war, beglei⸗ tete ihn dienſteifrig nach der Schiffsſeite. Hier rief Mr. Leach: „nach dem Foam!“ und die Leute in Kapitän Ducie's Gig ſetzten ſich in Bereitſchaft. Auf dem Gange drückte Kapitän Truck Paul abermals herzlich die Hand und flüſterte ihm etwas ins Ohr.
Alle Zurüſtungen waten getroffen, und die beiden Gentlemen ſchickten ſich an, ins Boot zu ſteigen. Da Eva Alles, was vorging, mit athemloſer Beklommenheit beobachtete, ſo machte ihr das kleine Ceremoniel, das nun ſtattfand, viel Schmerz. Die Hal⸗ tung des Kapitäns Ducie gegen ſeinen Begleiter war ihr ſchon bisher auffallend vorgekommen, denn er hatte ſich gelegentlich ſtolz und abgemeſſen, zu andern Zeiten aber wieder verſöhnlicher und wohlwollender benommen. Allen dieſen kleinen Wechſeln folgte ſie mit eiferſüchtiger Theilnahme, und auch nicht die mindeſte Aeuße⸗ rung von Achtung oder Achtungswidrigkeit entging ihr, als könne ſie darin einen Schlüſſel zu dem Räthſel des ganzen Vorgangs finden.
„Euer Boot iſt bereit, Sir,“ ſagte Mr. Leach, aus dem Gange tretend, um Paul Platz zu machen, welcher der Leiter am nächſten ſtand.
Der Letztere war im Begriff hinunterzuſteigen, als er leicht von Kapitän Ducie an der Schulter berührt wurde. Eva meinte, ein ſtolzes Lächeln an dem Befehlshaber des Foam zu bemerken, als er in dieſer Weiſe ſeinen Wunſch ausdrückte, den Vortritt zu
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