Druckschrift 
Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman / von James Fenimore Cooper. Aus dem Engl. von Carl Kolb
Entstehung
Einzelbild herunterladen

fragte Kapitän Ducie, nachdem die Ordnung wieder ein wenig her⸗ geſtellt war. 3

Die vorgefallene Mißhelligkeit war ein unglücklicher Umſtand für den Verbrecher. Nach den Gefahren, die ſie mit einander durchgemacht, mochte ihn Kapitän Truck zwar nicht gerne der Ge⸗ rechtigkeit überliefern; aber das gentlemaniſche Benehmen des engli⸗ ſchen Commandeurs, das Bewußtſeyn, im letzten Wortwechſel trium⸗ phirt zu haben, und eine tiefe Achtung vor dem Geſetz Alles dies vereinigte ſich, um ihn zu bewegen, den unglücklichen, ſchwach⸗ köpfigen Verbrecher ſeinen eigenen Behoͤrden zu überantworten.

Wenn ich Euch recht verſtehe, Kapitän Ducie, ſo ſprecht Ihr nicht das Recht an, ihn gewaltſam aus einem amerikaniſchen Schiffe zu nehmen?

Gewiß nicht. Mein Auftrag erſtreckt ſich nicht weiter, als daß ich die Auslieferung verlangen ſolle.

Dies ſteht im Einklang mit Vattel. Unter Verlangen habe ich wohl zu verſtehen Ihr bittet, daß Euch der Gefangene überantwortet werde.

Mein Anliegen beſteht blos in einer Bitte, entgegnete der Engländer lächelnd.

So nehmt ihn hin in Gottes Namen, und mögen Eure Ge⸗ ſetze barmherziger mit dem Elenden umgehen, als er gegen ſich ſelbſt oder ſeine Verwandtſchaft geweſen iſt.

Mr. Sandon ſchrie laut auf und warf ſich zwiſchen den bei⸗ den Befehlshabern, deren Beine er umfaßte, auf die Kniee nieder.

Oh! hört mich! höͤrt mich an! rief er im Tone der Todes⸗ angſt.Ich habe alles Geld hergegeben will Alles hergeben Alles, bis auf den letzten Schilling, wenn ihr mich gehen laſſen wollt! Ihr, Kapitän Truck, an deſſen Seite ich gefochten und mitgearbeitet habe unmöglich könnt Ihr's über's Herz bringen, mich dieſen Moͤrdern preiszugeben!

's iſt verdammt hart, murmelte der Kapitäͤn, indem er ſich