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Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman / von James Fenimore Cooper. Aus dem Engl. von Carl Kolb
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wenn ſie auch bisweilen einen Fehler begeht, ſo zeigt ſie ſich ſtets bereit, das Unrecht wieder gut zu machen.“

„Könnt nicht Ihr etwas in der Sache thun?“ ſagte Eva unwillkührlich in halbem Flüſtern zu Mr. Sharp, der an ihrer Seite ſtand.

Der Mann ſah betroffen auf, als er dieſe plötzliche Berufung vernahm, und ließ einen Blick voll Ausdruck nach dem Mädchen hingleiten. Dann lächelte er und trat den Hauptperſonen näher.

„In der That, Herr Attorney,“ begann er,„ich muß ge⸗ ſtehen, daß mir die Sache etwas unregelmäßig vorkommt. Ich ſehe durchaus nichts von der gewohnten Ordnung und es dürften deshalb unangenehme Folgen zu beſorgen ſeyn.“

„Wie meint Ihr dies, Sir?“ unterbrach ihn Seal, der die Unwiſſenheit des Sprechers mit einem Blicke zu ermeſſen ſuchte.

„Je nun, unregelmäßig in der Form, wenn auch nicht dem Grundſatze nach. Ich weiß, daß das Habeas Corpus ein höchſt weſentlicher Punkt iſt, und daß das Geſetz ſeinen Gang nehmen muß; aber in der That, hier ſcheint mir ein wenig unregelmäßig gehandelt zu werden— um den Vorgang nicht mit einem härteren Ausdruck zu bezeichnen.“

Mr. Seal benahm ſich, wenigſtens dem Anſcheine nach, ach⸗ tungsvoll gegen dieſe neue Beruſung, denn er fühlte, daß ſie von einem Manne ausging, der ihm weit überlegen war, obſchon er dem Weſen derſelben keine Berückſichtigung ſchenkte, da ſie, wie er inſtinktartig bemerkte, aus einer tiefen Unbekanntſchaft mit dem Falle hervorging. Mr. Blunt gegenüber fühlte er ſich jedoch weit befangener, denn das ruhige Benehmen dieſes Gentleman deutete auf mehr Selbſtvertrauen und eine groͤßere praktiſche Rechtskenntniß. Dennoch fügte er, um die Ausdehnung von dem Wiſſen des An⸗ deren und die Kraft ſeiner Nerven zu erproben, in gebieteriſchem und drohendem Tone bei:

„Ja— die Frau ſoll ſich immerhin ein Habeas Corpus-Dekret

Die Heimkehr. 3