meinem Ohre entfernt war, hörte ich ihn jene Worte murmeln. Es iſt übrigens möglich, daß er ſelbſt nichts von dem wußte, was Schreck und Verzweiflung ihm ausgepreßt hatten.
Ich ſah, daß keine Zeit zu verlieren war, und meine An⸗ ſtrengungen wurden jetzt wahrhaft verzweifelt. Ich verſuchte zuerſt mit dieſer großen Laſt weiter zu ſchwimmen— umſonſt: ſelbſt eines Herkules Stärke hätte ſich unter ſolcher Bürde nicht ſo weit empor⸗ halten können, um friſchen Athem zu ſchöpfen, und der krampfhafte
Druck von Drewett's Armen drohte mich zu erſticken. Ich mußte
ihn abwerfen oder ertrinken.
Ich ſtellte alſo meinen Verſuch zu ſchwimmen ein, ergriff ſeine Hände mit den meinen und ſuchte meinen Nacken von ihrer Um⸗ klammerung loszumachen. Natürlich ſanken wir, während ich ſo beſchäftigt war: denn es war unmöglich, blos mittelſt der Füße meinen Kopf über dem Waſſer zu erhalten, während ein Mann von ziemlicher Größe von den Schultern anfwärts über mir lag.
Was jetzt nachfolgte, weiß ich kaum zu beſchreiben: ehrlich geſtanden, dachte ich nicht länger daran, Drewett,s Leben zu retten— ich mußte für mein eigenes Sorge tragen. So kämpften wir im Waſſer gleich den erbittertſten Feinden, jeder ſuchte die Obergewalt zu gewinnen, als ob der Eine nothwendig ſterben müßte, wenn der Andere das Leben behalten wollte. Wir verſanken nicht weniger als dreimal und blos durch meine Anſtrengungen gelang mir's wie⸗ der, an die Luft emporzuſteigen, wovon Drewett den Hauptvortheil zog, indem ſeine Stärke dadurch zunahm, während die meinige all⸗ mählig nachzulaſſen anfing, ſo groß ſie auch von Natur war.
Ein ſo furchtbarer Kampf konnte nicht lange dauern: wir ſanken zum vierten Mal— um nicht wieder zu erſtehen, das fühlte ich wohl, als ſich plötzlich eine Hülfe zeigte, woher ich ſie nicht er⸗ wartete. Mein Vater hatte mich von Jugend auf die wichtige Kunſt gelehrt, die Augen im Waſſer offen zu behalten: dadurch war ich in den Stand geſetzt, den ſchrecklichen Kampf, der eben vor ſich


