ging, nicht nur zu fühlen, ſondern auch zu ſehen, und ich ge⸗ wann darin einen kleinen Vortheil über Drewett, der die Augen geſchloßen hielt, indem ich auf dieſe Art unterſcheiden konnte, wohin ich meine Anſtrengungen zu richten hatte,
Wäͤhrend wir nun, wie ich glaubte, zum letzten Male unter⸗ ſanken, ſah ich einen großen Gegenſtand im Waſſer auf mich zu⸗ kommen, den ich in der Verwirrung des Augenblicks für einen Hayfiſch nahm, obwohl dieſe ſelbſt zu New⸗York ſelten waren und nie ſo weit den Hudſon heraufkamen. Aber da ſchwamm er auf uns zu und ſenkte ſich ſogar noch tiefer, als ob er ſich zu ſeinem toͤdtlichen Biß bereit machen wollte. So gelangte er unter uns und ich fühlte, wie er Drewett und mich gegen die Oberfläche hinaufdrängte.
Als ich wieder das Tageslicht erblickte und einen köſtlichen Luftzug einathmete, wurde Drewett durch Marble von meinem Nacken gelöst und diesmal klang mir die ermuthigende Stimme meines Freundes wie Muſik. Im nächſten Augenblicke tauchte mein Hayfiſch in die Höhe puſtete wie ein Meerſchwein und dann hörte ich ſagen:
„Angehalen, Maſſer Mile— hier er Negger dicht daneben!“
Ich wurde in das Boot gezogen, kaum wußte ich wie— und legte mich gänzlich erſchöpft nieder, waäͤhrend der Andere einer Leiche völlig ähnlich ſah. Im nächſten Augenblick knieete Neb, triefend wie ein ſchwarzer Flußgott und glänzend wie eine naſſe Flaſche, im Boote neben mir nieder, legte meinen Kopf in ſeinen Schooß und fing an, das Waſſer aus meinen Haaren zu drücken und mein Geſicht mit Jemand's Taſchentuche— hoffentlich nicht mit ſeinem eigenen— abzutrocknen.
„Rudert weiter nach der Schaluppe, ihr Jungen,“ rief Marble, ſobald ſich Niemand mehr im Fluſſe befand.„Dieſer Herr ſcheint die Lucken für immer geſchloſſen zu haben— unſer Miles aber, der wird nie in ſüßem Waſſer ertrinken!“
— 0—


