„Guten Morgen,“ begann Lucy, und die Worte wurden in einem Tone ausgeſprochen, der, wie ich glaubte, eine ſehr genaue Be⸗ kanntſchaft, wenn nicht völlige Vertraulichkeit verrieth;„wollen Sie die Guͤte haben, Ihrer Mutter zu ſagen, daß Mrs. Ogilvie ſie bitte, Albany nicht vor ihrer eigenen Ankunft zu verlaſſen. Die andere Schaluppe, ſo denkt Mrs. Ogilvie, kann nicht ſpäter als eine oder zwei Stunden hinter Ihnen ankommen und ſie wünſcht ſehr, eine gemeinſchaftliche Parthie nach—— ah, da kommt Mrs. Drewett,“ fuhr Lucy, ſich haſtig unterbrechend, fort„und ich kann alſo meine Botſchaft ſelbſt ausrichten.“
Wirklich erſchien Mrs. Drewett in dieſem Augenblicke auf dem Hinterdeck; Lucy wandte ſich zu ihr und richtete ihren Auftrag aus, deſſen Beſtellung die Dame auf der Möve ihr im Vorüberfahren ernſtlich anempfohlen zu haben ſchien.
„Und nun?“ erwiederte Mrs. Drewett, mich voll Artigkeit grüßend, nachdem Lucy geendet hatte,„und nun, theure Lucy, haben wir auch etwas für Sie. Jener abſcheuliche Brief“— damit meinte ſie nämlich den meinigen, der das theure Mädchen an das Krankenlager ihrer Freundin berief—„hat Sie ſo plötzlich fort⸗ getrieben, daß Sie Ihr Arbeitsetui zurückließen und da ich wußte, daß es außer Banknoten auch noch andere Schriften enthielt, ſo wollte ich mich nicht davon trennen, ehe wir uns wieder träfen. Hier iſt es; wie ſollen wir's anfangen, um es Ihnen zuzuſtellen?“
Lucy fuhr zuſammen und ich konnte bemerken, daß ſie ängſt⸗ lich war und auch ſo ausſah. Wie ich hernach erfuhr, hatte ſie einen Tag auf Mrs. Drewett's Villa zugebracht, welche an ihxe eigene ſtieß— beide ſtanden nämlich auf den Felſen, in der Nähe des Punktes, deſſen Namen eine abgeſchmackte Partei unter uns aus dem guten, heimiſchen, einfachen, altväteriſchen Hell Gate* in das ge⸗ ſuchte, albern verdorbene Hurl Gate*s umzuändern ſtrebt— der * Höllenthor.** Lärmthor. D. U. Miles Wallingford. 44


