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nahe genug waren, drängte ſie ſich mit jener Zutraulichkeit noch näher an mich, mit der ſich ihr Geſchlecht in Fällen, da es ſich am hülfsbedürftigſten fuͤhlt, eben an diejenigen Männer zu wenden pflegt, welche ſein Vertrauen beſitzen.
„Nun, Miles,“ flüſterte ſie leiſe,„mußt Du ‚die Schaluppe ſprechen“— wie ihr's nennt, denn ich kann in Gegenwart ſo vieler Fremder unmöglich eine laute Unterredung ſolcher Art führen.“
„Recht gerne, Lucy; nur mußt Du die Güte haben, mich genau wiſſen zu laſſen, was ich zu ſagen habe.“
„Ei freilich— ſo fange nur an nach eurer Seemannsſitte; iſt dies geſchehen, dann will ich dir das Weitere ſagen.“
„Genug— Orpheus da?“ rief ich gerade ſo laut, daß man es hören konnte.
„Ja, ja— was ſoll's?“ gab der Schiffer zur Antwort, die Pfeife aus dem Munde nehmend, waͤhrend er ſich mit dem Rücken an ſeine eigene Ruderpinne lehnte; dies Alles geſchah ſo nach⸗ läßig, daß es mit dem ſchläͤfrigen Charakter der Scene völlig im Einklange ſtand.
Ich ſchaute Lucy an, wie wenn ich fragen wollte:„was jetzt?“
„Frage ihn, ob Mrs. Drewett ſich am Bord der Schaluppe befindet— Mrs. Andrew Drewett, nicht Mr.— die alte Dame mein' ich,“ ſetzte das theure Mädchen hinzu, bis unter die Augen erröthend.
Ich war ſo verwirrt— faſt möchte ich ſagen entſetzt, daß ich nur mit großer Mühe einen lauten Ausruf unterdrückte; doch beherrſchte ich mich noch und da ich bemerkte, daß der Schiffer meine nächſte Frage mit Neugierde erwartete, ſo ſäumte ich nicht länger.
„Befindet ſich Mrs. Andrew Drewett unter den Paſſagieren, Sir?“ fragte ich mit kalter Beſtimmtheit.
Mein Nachbar nickte mit dem Kopfe und ſprach mit einigen ſeiner Paſſagiere, welche meiſtens auf den Seſſeln des Hauptdecks


