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Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See / von James Fenimore Cooper. Aus dem Engl. von Eduard Mauch
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zu richten. Grace hatte ihre milden Augen auf mein Geſicht ge⸗ heftet und als ich mich nicht ohne Unruhe von ihren ängſtlichen Mienen abwandte, begegnete ich Lucy's Blicken, welche mit einer Spannung an den meinigen hiengen, als ob ihre Herrin ungewiß wäre, ob ihr Gehör ſie nicht getäuſcht habe.

„Ein Seemann, Miles!“— wiederholte jetzt meine Schweſter in langgezogenem Tone—„ich hielt es fuͤr ausgemacht, daß Du Jus ſtudiren würdeſt.“

„Das liegt ſo weit hinter mir, als wir von England entfernt ſind; ich bin feſt entſchloſſen, wenn ich kann, die Welt zu ſehen, und Ruprecht hier——“

„Was iſts mit Ruprecht hier?“ fragte Grace und ihr ſüßes Antlitz zeigte abermals einen plötzlichen Wechſel des Ausdrucks, deſſen Bedeutung ich aber in meiner Unerfahrenheit nicht zu begreifen vermochte.„Er wird doch gewiß ein Geiſtlicher werden— ſeines theuren Vaters Gehülfe und einſt, aber erſt in langer, langer Zeit⸗ ſein Nachfolger im Amte?“

Ich konnte wahrnehmen, wie Ruprecht mit meinem kleinen Schlüſſel pfiff und eine ruhige Miene anzunehmen ſtrebte; doch die feierliche Ruhe, der Ernſt und die Verwunderung meiner Schweſter übten, glaub' ich, einen mächtigeren Einfluß auf uns Beide, als wir ein⸗ ander gern zugeſtehen mochten.

„Kommt, ihr Mädchen,“ ſagte ich endlich lachend und mit der ruhigſten Miene, die mir zu Gebote ſtand—„es hilft doch nichts, vor euch etwas geheim zu halten— doch vergeſſet ja nicht, das, was ich euch jetzt ſagen will, iſt ein Geheimniß, und darf um keinen Preis verrathen werden.“

„An niemand als an Mr. Hardinge,“ gab Grae zur Antwort. „Wenn Du Seemann werden willſt, ſo muß er's doch wiſſen.“

„Das kommt daher, wenn man ſeine Pflichten nur oberflaͤch⸗ lich betrachtet“— dieſe Phraſe hatte ich von meinem Freunde