25
mich offen gegen meinen Vormund auszuſprechen, um mich zu über⸗ zeugen, ob meine Eltern einen Wunſch geäußert hätten, der für mich bindend ſeyn könnte. Mein Plan ging ſogar ſo weit, ihm meine Abſicht, Seemann zu werden und die Welt zu ſehen, mitzutheilen, dagegen durfte er keine Ahnung davon haben, daß ich auch ohne ſein Vorwiſſen auf und davon gehen könnte, da dies den trefflichen Geiſtlichen doch nicht ſo ganz ‚aller Verantwortlich⸗ keit in den Prämiſſen“ enthoben hätte, wie Ruprecht dies mit ſeinem Plane in Ausſicht geſtellt hatte.
Bald ergab ſich eine Gelegenheit, über die Sache zu reden und ich fragte nun Mr. Hardinge, ob mein Vater in ſeinem Teſta⸗ mente verordnet habe, daß ich nach Yale geſchickt und zum Advo⸗ katen erzogen werden ſollte.— Nichts der Art war geſchehen. Hatte er überhaupt in dieſer Beziehung einen beſonderen Wunſch mündlich oder ſchriftlich hinterlaſſen?— Nicht daß mein Vormund wußte. Zwar hatte Letzterer von ſeinem Freunde mehrere Male einige allgemeine Bemerkungen vernommen, aus denen ſich ſchließen ließ, daß Kapitän Wallingford ſo obenhin die Erwartung hegte, ich würde mich am Beſten dem Gerichtsſtande widmen— aber nichts weiter.
Ich fühlte mich durch dieſe Zugeſtändniſſe ſehr erleichtert, denn ich kannte meiner Mutter Zärtlichkeit zu gut, um für möglich zu halten, daß ſie auch nur im Traume ein gebieteriſches Einſchreiten in einer Sache beabſichtigt habe, die offenbar mit meinem eigenen Glück und Geſchmack ſo eng zuſammenhing. Als ich meinen Vor⸗ mund auch in dieſem Punkte ausholte, geſtand er mir ohne Zögern, daß meine Mutter ſich zu öfteren Malen über ihre Plane in Betreff meiner Laufbahn mit ihm beſprochen habe. Sie wünſchte, daß ich nach Yale ginge und das Jus ſtudirte, auch wenn ich es niemals prakticiren ſollte.
Kaum hatte der gewiſſenhafte Diener des Herrn dies geäußert, als er inne hielt, um die Wirkung ſeiner Rede auf mich zu beob⸗


