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Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See / von James Fenimore Cooper. Aus dem Engl. von Eduard Mauch
Entstehung
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Standes, die ich ſchon in ihrer Geſellſchaft geſehen hatte, und dieſes Bewußtſeyn war mein Stolz, wie meine Freude. Ich wußte, daß ich ihr in mancher Hinſicht nicht unähnlich ſah, war aber niemals ſo geckenhaft, um mir einzubilden, ich nehme mich nur halb ſo gut aus wie ſie, ſelbſt wenn ich die Geſchlechtsverſchiedenheit in Rechnung brachte. Meine eigene Einbildung ſofern ſchon Anno 1797 von ihr die Rede war, die mich ein paar Jahre ſpäter mehr als einmal quälte meine eigene Einbildung ſagte mir, daß ich eher durch meine athletiſchen Eigenſchaften, durch meine Körperſtärke, welche für einen Fungen von ſechzehn Jahren ungewöhnlich groß war, ſo wie durch meine Geſtalt einen Vorzug vor Andern voraus hatte. Verglich ich mich mit NRuprecht, ſo hätte ich dieſe männlichen Eigenſchaften nicht gegen ſeine Schönheit vertauſcht, auch wenn dieſe noch zwanzigmal einnehmender geweſen wäre, und niemals dachte ich daran, ihn ſeines Aeußeren halber zu beneiden. Einem Geiſtlichen, meinte ich, mochte dieſe zarte Bildung und auffallende Schönheit recht wohl anſtehen; wer ſich aber, wie ich damals ſchon im Sinne hatte, mit der Welt herumhetzen wollte, dem mußte Stärke, Geſundheit, Lebenskraft, Muth und Unternehmungsgeiſt weit wünſchenswerther als dieſer äußere Schimmer erſcheinen.

Lucy war mir eigentlich nie ſo recht hübſch vorgekommen: ich fand ſie ſehr einnehmend, glaubte auch, daß ſie's für mich weit mehr als für jeden Andern ſey, und konnte ihr nie ohne ein Gefühl der Sicherheit und des Glückes in das ſonnige, heitere und doch ſo ganz weibliche Antlitz ſchauen. Ihre lieben Augen begegneten den meinigen immer mit jenem offenen Freimuthe, der mir, ſo deutlich als Blicke überhaupt zu ſprechen vermögen, ſagte, daß ſie mir nichts zu verbergen hatten..