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Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See / von James Fenimore Cooper. Aus dem Engl. von Eduard Mauch
Entstehung
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Inſtitut befand, als bis mein Schulgenoſſe gleichermaßen vorbereitet wäre, da ſie die Abſicht hatte, die Plane des Geiſtlichen, der ſeinen Sohn für die Kirche zu erziehen wünſchte, dadurch zu befördern, daß ſie Letzterem jede zu einer vollſtändigen Ausbildung erforderliche Unterſtützung angedeihen ließ. Dieſer Aufſchub, ſo gut er auch gemeint war, hatte doch eine völlige Veränderung meines ganzen ſpäteren Lebenslaufes zur Folge.

Wie mir ſcheint, hatte mein Vater gewünſcht, mich die Rechte ſtu⸗ diren zu laſſen, in dem natürlichen Verlangen, ſeinen Sohn einſt auf einem ehrenvollen Staatspoſten zu ſehen. Ich aber war jeder ernſten Geiſtesarbeit abgeneigt und freute mich nicht wenig, als meine Mutter mich erſt ein Jahr ſpäter ins Kollegium zu ſchicken beſchloß, um mir Freund Ruprecht als Schulkameraden beizugeben. Ich lernte aller⸗ dings leicht und raſch und las auch ſehr gerne; allein das Erſte war nicht gerade mein Verdienſt, da ich mir nie ſonderliche Mühe gab, und in der Lektüre liebte ich von jeher mehr, was unterhielt, als was belehrte.

Ruprecht dagegen war zwar nicht gerade ſtumpfſinnig, ſcheute aber geiſtige Anſtrengung noch mehr als ich ſelbſt, und wenn er auch in gewiſſen Dingen wieder recht geſchickt war, ſo ſchien ihm doch jede Art von Selbſtbeſchränkung rein unerträglich. Sein Vater war von Herzen fromm und hegte zu große Ehrfurcht vor ſeinem heiligen Amte, als daß er daran gedacht hätte, ſeinen Sohn dazu zwingen zu wollen, ſo ernſtlich er auch betete und hoffte, daß deſſen Neigungen mit Hülfe der Vorſehung eine ſolche Richtung einſchla⸗ gen möchten. Er ſprach zwar ſelten über dieſen Gegenſtand, allein durch meine vertrauten Unterredungen mit ſeinen Kindern konnte ich mich bald von ſeinen Wünſchen überzeugen. Lucy ſchien entzückt von dem Gedanken, ihren Bruder einſt an demſelben Betpulte Gottesdienſt halten zu ſehen, wo Vater und Großvater ſeit mehr als einem halben Jahrhundert ihre Gemeinde zur Verehrung des Herrn geführt hatten ein Zeitraum, der, wie es uns jungen Leuten däuchte,