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der Wahl ſeines Kaufes weſentlich durch den Umſtand beſtimmen laſſen, daß eine von den Kirchen der Königin Anna unſerem jetzigen Gute ſo nahe lag. In jenem Kirchlein, einem winzigen ſteinernen Gebäude mit hohem Spitzdach und ohne Kirchthurm, ohne Glocke und Sakriſtei hatten drei Generationen unſerer Familie ihre Taufe und ebenſo mit Einſchluß meines Vaters in ſeiner Nähe ihre Grab⸗ ſtätte erhalten. Der edle, gutherzige, geradſinnige Mr. Hardinge las die Todtengebete über dem Manne, welchem ſein eigener Vater in demſelben unſcheinbaren Gebäude die Taufe ertheilt hatte. unſere Nachbarſchaft hat ſich in den letzten Jahren bedeutend verändert; damals wohnten faſt lauter Taglöhner in unſerer Nähe — Leute, welche gewiſſermaßen einen erblichen Anſpruch auf unſere Zuneigung beſaßen. Daſſelbe galt von dem erwähnten Geiſtlichen: ſein Vater war auch ſein Vorgänger im Amte geweſen und hatte die Trauung meiner Großeltern beſorgt; der Sohn hatte Vater und Mutter zuſammen gegeben und ſollte nun Erſterem bei deſſen Lei⸗ chenbegängniſſe ſeine traurigen Dienſte angedeihen laſſen.
Grace und ich ſchluchzten, als ob uns das Herz brechen wollte, ſo lange wir in der Kirche verweilten— die arme Schweſter, ſo tieffühlend als nervenſchwach, ſchrie laut auf, als ſie die erſte Scholle auf den Sarg niederpoltern hörte. Unſere Mutter war dieſem traurigen Anblicke ausgewichen, da ſie ihn unmöglich hätte ertragen können: beinahe den ganzen Tag, an welchem das Leichen⸗ begängniß ſtattfand, ſah man ſie zu Haus auf ihren Knieen liegen.
Die Zeit linderte unſern Schmerz: meiner Mutter freilich ge⸗ lang es nie, ſich bei ihrem ziemlich reizbaren oder— beſſer ge⸗ ſagt— bei ihrem mit ungewoͤhnlicher Stärke liebenden Herzen von den Folgen jenes unerſetzlichen Verluſtes völlig zu erholen. Sie hatte zu heiß, zu hingebend und ausſchließlich geliebt, um je wieder an eine zweite Vermählung denken zu koͤnnen und lebte jetzt nur noch für Miles Wallingford's Kinder. Ich glaube wahrhaftig, wir wurden weit mehr aus dem Grunde geliebt, weil wir zu dem


