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„Du weißt auch, baß ſein Körper erſäuft in der Bay gefun⸗ den worden?“
Jacopo ſchauderte und bejahete die Frage bloß durch ein Zeichen. Die Wirkung, welche dieſe ſchweigende Bejahung auf den Jüngſten der Dreie hervorbrachte, war unverkennbar, denn er wendete ſich zu ſeinen Kollegen, in der Ueberzeugung, daß dieſes Zeichen einem Geſtändniſſe gleichkomme. Die beiden Anderen machten zur Er⸗ wiederung würdevolle Verneigungen, und damit war die ſtillſchweigende Mittheilung beendet.
„Sein Tod hat Unzufriedenheit unter ſeinen Kameraden erregt, und die Veranlaſſung deſſelben iſt ein Gegenſtand ernſtlicher Unter⸗ ſuchung für den hohen Rath geworden.“
„Der Tod des geringſten Mannes in Venedig muß den Patri⸗ ciern angelegen ſeyn, Signore.“
„Weißt Du, Jacopo, daß Du angeklagt biſt, ihn ermordet zu haben?“
„Signore, ja.“
„Man ſagt, Du ſeyeſt unter den Gondolieren in der letzien Regatta geweſen, und würdeſt ohne dieſen alten Fiſcher den erſten Preis gewonnen haben.“
„Darin hat das Gerücht nicht gelogen, Signore. 4
„Du leugneſt alſo nicht?“ rief der Inquirent mit ſichtlichem Erſtaunen.
„Es iſt gewiß, daß ich ohne dieſen Fiſcher gewonnen hätte.“
„Und Du haſt den Preis gewünſcht, Jacopo?“
„Gar ſehr, Signore,“ erwiederte der Angeklagte mit einem Ausdruck des Gefühls, den er bisher noch nicht gezeigt hatte.„Ich war bei ſeinen Kameraden ein verachteter Menſch und doch iſt das Ru⸗ der mein Stolz geweſen von meiner Kindheit an, bis zu jener Stunde.“
Eine Bewegung des dritten Inquiſitors verrieth wieder deſſen Antheil und Erſtaunen.
„Geſtehſt Du Dein Verbrechen?“


