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„Du haſt recht, Annina. Zu einem Handel mit Deinem Vater iſt es nicht Zeit, und für einen Beſuch bei Dir iſt es zu früh. Aber hier gilt's nicht ſchwatzen, ſondern thun. Um San Theodors und eines einfältigen und getreuen Burſchen willen, der, wenn nicht Dein Sklav, doch zum mindeſten Dein Hund iſt, gieb mir die Jacke, die ich trug, als wir mit einander zu der Luſtbarkeit nach Fuſina gingen.“
„Ich weiß nichts von Deinem Handel, Gino, und von Deinen Gründen, die Livree Deines Herrn mit dem Anzug eines gemeinen Schiffers zu vertauſchen. Dieſe ſeidnen Blumen ſtehn Dir viel beſſer, als der verblichne Sammet, und wenn ich den einmal gelobt habe, ſo geſchah es bloß⸗ weil es eben auf die Luſtbarkeit abgeſehn war, und weil es filzig geweſen wäre, wenn man doch von der Parthie iſt, ſolch einem Gefährten, der, wie Du weißt, ein artiges Lob gern hört, ein Wörtchen des Beifalls vorzuenthalten.“
„Zitto, zitto! hier iſt nichts von Luſtbarkeit und Gefährten, ſondern eine wichtige Sache, die gleich zu Ende gebracht werden muß.„Die Jacke, wenn Du mich lieb haſt!“
Annina, welche über die theoretiſche Verhandlung das Weſent⸗ liche nicht verſäumt hatte, warf das Kleidungsſtück auf einen Stuhl, den der Gondolier von dem Ort erreichen konnte, wo er dieſe An⸗ forderung an ihre Gefühle that, und zeigte deutlich, daß ein Bekennt⸗ niß dieſer Art auch im unbewachteſten Augenblick ihr nicht zu ent⸗ locken war.
„Wenn ich Dich lieb habe? o ja! Da haſt Du die Jacke, Gino, und Du magſt Dir in den Taſchen dis Antwort auf den Brief ſuchen, den Du von des Herzogs Schreiber haſt anfertigen laſſen, was mir aber nicht lieb iſt. Ein Mädchen muß vorſichtig ſeyn in dergleichen Angelegenheiten; man weiß ja nicht, ob er nicht einen Nebenbuhler zum Vertrauten macht.“
„Jedes Wort darin ſo ehrlich, als hätt's der Teufel ſelber für mich beſorgt, Mädchen!“ brummte Gino, indem er ſeine geblümte


