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Der Bravo : eine venetianische Geschichte / von James Fenimore Cooper. Aus dem Engl. von G. Friedenberg
Entstehung
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Und der Römer mit ſeinem Traſtevere hat Recht. Gilt Dir's denn nichts, Stefano Milano, von einem großen und ruhmreichen Volke abzuſtammen?

's iſt beſſer, Gino Monaldi, von einem Volk zu ſeyn, das eben noch groß und ruhmreich iſt. Die Freud' an der Vorzeit iſt wie das Vergnügen des Narren, der vom geſtern getrunkenen Weine träumt.

Gut das für einen Neapolitaner, deſſen Land niemals eine Nation geweſen iſt, verſetzte ärgerlich der Gondolier.Ich hab' oft gehört von Don Camillo, der geboren und erzogen iſt in dem Lande, daß halb Europa euer Sicilien als Pferd gebraucht und eure neapolitaniſchen Beine ſtrapazirt hat; nur Die haben's nicht gethan, die das nächſte Recht dazu hatten.

Wenn auch! Die Feigen ſind doch ſo ſüß, und die Feigen⸗ ſchnepfen ſo zart wie immer. Die Aſche vom Vulkan deckt Alles.

Gino, ſagte eine befehlende Stimme neben dem Gondolier.

Signore.

Der, welcher das Geſpräch unterbrochen hatte, deutete auf das Boot, ohne weiter ein Wort zu ſagen.

A rivederti, murmelte der Gondolier in Haſt. Sein Ka⸗ merad drückte ihm ganz freundſchaftlich die Hand denn eigentlich waren ſie geborne Landsleute, obgleich das wandelbare Schickſal den Einen in die Kanäle geführt hatte und im nächſten Augenblick ordnete Gino die Kiſſen für ſeinen Herrn, nachdem er zuvor ſeinen ihm untergebenen Rudergeſellen aus tiefem Schlaf geweckt hatte.

deſſelben geben vor, von den alten Herren der Welt abzuſtammen und blicken mit Verachtung auf die übrigen Römer als Barbaren.