anlangt nicht viel Geſchmack und Kenntniß hat, in's Waſſer und rettete die junge Dame, damit es ihr nicht wie ihrem Onkel erginge.“ „Diavolo! Du haſt mir noch keine Silbe geſagt von einer jungen Dame und dem Tod ihres Onkels.“
„Ach, Du hatteſt Deinen Tuneſen im Kopf und haſt's ver⸗ geſſen. Ich muß Dir ja doch geſagt haben, wie nah die ſchöne Signora daran war, das Schickſal der Gondel zu theilen, und wie der Padrone den Tod des römiſchen Marcheſe auch auf ſeiner Seele hat.“
„Santo Padre! daß ein Chriſt den Tod eines gehetzten Hundes ſterben ſoll durch die Unachtſamkeit eines Gondeliers!“
„Es mag ein Glück für den von Ancona geweſen ſeyn, daß es ſo kam, denn der Römer, ſagen ſie, war ein Mann von Bedeu⸗ tung, daß er allenfalls hätte auch einen Senator über die Seufzer⸗ brücke ſpediren können.“
„Hol' der Teufel alle unachtſamen Schiffsleute,“ ſag' ich!— Was iſt aus dem linkiſchen Schurken geworden?“
„Ich ſag' Dir, er machte, daß er aus dem Lido kam, oder—“ „Pietrillo?“
„Den holte Giorgio mit der Ruderſtange herauf, denn wir⸗ waren alle beide hinterher, die Kiſſen und andere Sachen von Werth aufzuſiſchen.“
„Konnteſt Du für den armen Römer gar nichts thun? Es kann ja der Brigg Uebeles begegnen um ſeinen Tod!“ „Immerhin, immerhin ſag' ich Dir, bis ſie ihre Rippen auf einen Felſen legt, der härter iſt als das Herz ihres Padrone. Für den Fremden konnten wir nichts thun als beten zu San Teodoro, denn der iſt nicht wieder aufgeſtanden.— Aber was hat Dich her⸗ gebracht nach Venedig, caro mio? denn Dein letztes Unglück mit den Orangen hat Dir ja den Platz unerträglich gemacht.“
Der Calabreſe legte einen Finger auf die eine Backe und zog da⸗ mit die Haut nach unten, ſo daß ſein duniles, ſchelmiſches Auge
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