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frühzeitige Vorliebe für die Gebräuche und Anſichten des Volkes gefaßt, unter welchem er ſeine erſten Eindrücke empfangen hatte und dieſer Vorliebe blieb er treu bis zu der Stunde ſeines Todes.
Als ein Muſter ächter Weiblichkeit fand auch Mildred ihr ganzes Glück in dem Beſitze ihres Gatten und ihrer Kinder. Der Letzteren hatte ſie blos drei, einen Knaben und zwei Mädchen, welche bald darauf der Sorgfalt von Mrs. Dutton anvertraut werden konnten..
Dieſe vortreffliche Frau war mit ihrem Gatten in Wychecombe zurückgeblieben, bis endlich der Tod ſeinen Laſtern ein Ziel ſetzte. Uebrigens war das Ende ſeiner Laufbahn frei von jenen Scenen herriſcher Brutalität und Gewaltthat geweſen, welche die früheren Abſchnitte in dem Leben ſeiner Gattin ſo elend gemacht hatten. Die Furcht vor den Folgen, welche ſeiner noch warten mochten, wirkte hier als hemmendes Mittel und dabei hatte er Verſtand genug, um einzuſehen, daß er die leibliche Behaglichkeit, deren er nun genoß, einzig und allein dem Einfluſſe ſeiner Frau verdankte. Er lebte jedoch nur noch vier Jahre. Seine Wittwe reiste nach ſei⸗ nem Tode unverzüglich nach Amerika ab.
Wir Rüßten ein Gemälde nüchterner Wirklichkeiten durch reine Phantaſtegebilde erſetzen, wenn wir behaupten wollten, Lady Wyche⸗ combe und ihre adoptirte Mutter hätten ihr eigenes Geburtsland niemals vermißt. Eine ſolche Verläugnung des Gefühls, der Gewohn⸗ heiten und der Vorurtheile iſt ja nicht einmal von einem Eskimo zu erwarten. Beide hatten gelegentliche Bemerkungen über das Klima zu machen(und zwar zu Wycherly's größtem Erſtaunen, denn er für ſeine Perſon war feſt überzeugt, daß das von England in der ganzen Welt gerade das ſchlechteſte ſey); auch über die Früchte, die Dienerſchaft, die Straßen, ſo wie über die Schwierigkeit, ſich manche kleine Luxusartikel zu verſchaffen— gab's allerlei Tadel zu hören. Doch wurde dieß Alles nur mit der größten Gutmüthigkeit und mehr ſcherzweiſe, als in der wirklichen Abſicht, ſich zu beklagen
Die beiden Admirale. 2. Aufl. 43 3


