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ihrer Schweſter Neigung zu John Bluewater gewußt habe, erhob aber dennoch alle möglichen Einwendungen gegen Mildred's Aner⸗ kennung. Ihr zweiter Sohn Geoffrey trug⸗ mehr als alle Uebrigen zuſammen, zur Heilung ihrer Zweifel bei und als ſich Sir Gervaiſe Oakes in eigener Perſon zu einer Reiſe nach dem Park bequemte, um ſie zu der Prüfung der beigebrachten Zeugniſſe zu überreden— konnte ſie ſich wohl nicht länger ſträuben. Sobald erſt ihr wahr⸗ haft redliches Gemüth dazu vermocht war, auf die gewünſchte Unterſuchung einzugehen, mußte ſie auch den Beweis als unwider⸗ leglich anerkennen und den Gefühlen der Natur nachgeben.
Wycherly war unermüdlich in Begründung der Anſprüche ſeiner Gattin und hier ſogar noch eifriger, als er bei ſeinen eigenen Rechts⸗
forderungen geweſen; er hatte auf den Rath des Viceadmirals— der in Folge einer neulichen allgemeinen Beförderung zum Admiral der weißen Flagge vorgerückt war— darein gewilligt, den Letzteren bei obengenanntem Beſuche zu begleiten. Doch war dabei ausgemacht worden, daß er ſo lange in der nächſten Stadt warten wollte, bis er eine Einladung nach dem Parke erhielte, was alsbald geſchehen ſollte, ſowie ſich der Admiral überzeugt haben würde, daß Wycherly's Anweſenheit der Herrin deſſelben angenehm ſeyn könnte.
„Wenn meine Nichte nur halbwegs das empfehlende Aeußere meines Neffen zeigt, Sir Gervaiſe,“ bemerkte die Herzogin, nach⸗ dem ihr der junge Virginier vorgeſtellt worden war, indem ſie einen beſondern Nachdruck auf das Wort ‚Neffe“ legte,„ſo kann uns
dieſe neue Verwandtſchaft nicht anders, als erwünſcht ſeyn. Ich bin jetzt in der That ſehr neugierig, meine Nichte zu ſehen: Sir Wycherly Wychecombe hat mich ſchon darauf vorbereitet, eine junge Dame von mehr als gewöhnlichen Vorzügen in ihr zu erwarten.“ „Mein Leben zum Pfande, Herzogin, er hat Ihre Erwartungen
nicht zu hoch geſteigert. Das arme Mädchen lebt noch in ihrem Sta⸗ tionshäuschen, wo ſie ihrer Mutter Geſellſchaft leiſtet; doch iſt es wahr⸗ lich hohe Zeit für Euch, Wychecombe, die Braut endlich heimzuführen!“


