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Der Wildtödter : eine Erzählung / von James Fenimore Cooper
Entstehung
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die Irokeſenbemalung von Eurem Angeſicht; ſteht vor die Huronen hin, als die Krähe, die Ihr ſeyd; Ihr würdet eher das Aas Eurer eignen Todten eſſen, als Hunger leiden. Stellt ihn Wild⸗ tödter gegenüber, Stirn gegen Stirn, Häuptlinge und Krieger, ich will Euch zeigen, welch einen großen Schurken Ihr in Eurem Stamme geduldet habt.“

Dieſe kühne Rede, in ihrer eignen Sprache und mit dem zu⸗ verſichtlichſten Benehmen vorgetragen, machte einen tiefen Eindruck unter den Huronen. Verrätherei zieht immer Mißtrauen nach ſich; und obgleich der Ueberläufer Briarthorn dem Feinde gut zu dienen ſich beſtrebt hatte, hatten ſeine Bemühungen und ſein Eifer ihm doch wenig mehr als Duldung gewonnen. Sein Wunſch, Hiſt zum Weibe zu bekommen, hatte ihn zuerſt veranlaßt, ſie und ſein eignes Volk zu verrathen; aber ernſte Nebenbuhler in Betreff ſeines erſten Zweckes waren unter ſeinen neuen Freunden erſtanden, deren Sympathie für den Verräther nun noch geringer wurde. Mit einem Wort, man hatte Briarthorn nur noch im Huronenlager ſich aufzuhalten geſtattet, wo er ſo genau und eiferſüchtig bewacht wurde, wie Hiſt ſelbſt; er ließ ſich ſelten vor den Häuptlingen blicken, und hielt ſich gefliſſentlich ferne von Wildtödter's Auge, der bis auf dieſen Augenblick gar Nichts von ſeiner Anweſenheit gewußt hatte. So aufgefordert aber konnte er ſich unmöglich mehr im Hintergrund halten.„Die Irokeſenbemalung von ſeinem Geſicht abwaſchen“— das that er nicht; denn als er inmitten des Kreiſes daſtand, war er durch die neuen Farben ſo entſtellt, daß ihn der Jäger anfänglich nicht erkannte. Er nahm aber doch eine trotzige, herausfordernde Miene an, und fragte hochmüthig: Wer irgend etwas gegen Briarthorn ſagen könne.

„Das fragt Euch ſelbſt,“ fuhr Hiſt lebhaft fort, obwohl ihr Benehmen etwas minder geſammelt erſchien; ein Anflug von Zer⸗ ſtreutheit oder Abweſenheit wurde dem Wildtödter und Judith, wo nicht auch andern, bemerklich.„Fragt das Euer eigenes Herz,