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in's Fleiſch ſtoßen und dann anzünden wollte, waren alle geſam⸗ melt, und die Baſtſeile ſchon in Bereitſchaft, um ihn wieder an den Baum zu binden. Dieß Alles geſchah in tiefem Schweigen; Judith beobachtete jede Bewegung mit athemloſer Erwartung, während Wildtödter ſelbſt anſcheinend ſo unbeweglich daſtand, wie eine der Fichten auf den Bergen. Als jedoch die Krieger, um ihn zu binden, vortraten, warf der junge Mann Judith einen Blick zu, wie fragend, ob Widerſtand oder Ergebung das Rathſamſte ſey. Durch eine bedeutungsvolle Geberde rieth ſie zur letztern; und in einer Minute war er wieder an den Baum gebunden, eine hülfloſe Zielſcheibe jeder Schmähung oder Mißhandlung, die man ihm bieten mochte. So eifrig waren jetzt Alle, zu handeln, daß kein Wort geſprochen wurde. Sofort ward der Scheiterhaufen angezündet, und mit geſpannter Erwartung ſah man dem Ende von Allem entgegen.
Es war nicht die Abſicht der Huronen, ihrem Opfer mittelſt des Feuers geradezu das Leben zu nehmen. Sie beabſichtigten nur, ſeine phyſiſche Kraft und Ausdauer auf die härteſte Probe zu ſtellen, die ſie, ohne ganz zu erliegen, ertragen könnte. Am Ende hatten ſie den Plan, ſeinen Skalp mit ſich in ihr Dorf zu nehmen, aber ſie wünſchten vorher Keine Entſchloſſenheit zu brechen und ihn zum klagenden Dulder zu erniedrigen. Zu dieſem Behufe war der Haufen von Zweigen und Geſtrüppe in einer geeigneten Entfernung aufgethürmt worden, wo, wie man berechnete, die Hitze bald unerträglich werden würde, ohne geradezu auch ſchon gefährlich und tödtlich zu ſeyn. Aber wie es bei ſolchen Gelegenheiten oft geſchah, die Entfernung war nicht richtig berechnet und die Flam⸗ men begannen ſchon dem Opfer ſo nahe in's Geſicht zu züngeln, daß der nächſte Augenblick den Tod hätte bringen können, wenn nicht Hetty durch den Haufen gedrungen wäre, mit einem Stecken bewaffnet, und den lodernden Scheiterhaufen nach allen Richtungen auseinander geſchleudert hätte. Mehr als Eine Hand erhob ſich,
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