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Der Wildtödter : eine Erzählung / von James Fenimore Cooper
Entstehung
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Mühe nehmen wlll, dieſe unwiderleglichen Zeugniſſe von der topo⸗ graphiſchen Geſchicklichkeit unſrer Väter vor hundert Jahren mit den genauern Zeichnungen unſrer Tage zu vergleichen, wird ſogleich bemerken, daß die Männer der Wälder hinreichenden Grund zu

gallen ihren Kritiken hatten über dieſen Zweig der Einſicht und

Geſchicklichkeit der Colonialregierung, welche ſich nicht beſann, einen Strom oder einen See um ein paar Grade zu verſetzen, wenn ſie auch nur einen Tagemarſch von den bewohnten Theilen des Landes entfernt waren.

„Ich bin froh, daß er keinen Namen hat,“ begann Wildtöd⸗ ter wieder,„oder wenigſtens keinen Bleichgeſichtsnamen; denn ihre Taufen weiſſagen immer Verwüſtung und Verderben. Ohne Zwei⸗ fel jedoch haben die Rothhäute ihre Art ihn zu bezeichnen, und die Jäger und Fallenſteller auch; vermuthlich benennen ſie den Platz nach etwas Vernünftigem, nach einer Aehnlichkeit.“

„Was die Stämme betrifft, ſo hat jeder ſeine eigne Sprache, und ſeine eigne Weiſe, die Dinge zu benennen; und ſie behandeln dieſen Theil der Welt eben wie alles Andre. Unter uns ſind wir übereingekommen, den Platz Glimmerglas zu nennen, in Be⸗ tracht, daß das ganze Becken ſo reichlich mit Fichten beſetzt iſt, die aus ſeinem Spiegel empor ſtreben, gerade als wollte es die Berge zurückwerfen, die darüber her hangen.“

„Es muß ein Abfluß da ſeyn, ich weiß, denn alle Seen haben Abflüſſe, und der Fels, wo ich Chingachgook treffen ſoll, ſteht nahe bei einem Abfluß. Hat auch der noch keinen Colonie⸗Namen?“

„In dieſem Punkte ſtehen ſie im Vortheil gegen uns, da ſie das eine Ende, und zwar das breiteſte, in ihrem Beſitz haben; ſie haben ihm einen Namen gegeben, der ſich Bahn gebrochen hat bis zur Quelle; denn Namen dringen natürlich flußaufwärts. Ihr habt ohne Zweifel ſchon den Susquehannah geſehen drunten im Land der Delawaren?“

„Das hab' ich, und hundertmal gejagt an ſeinen Ufern.“