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„Nun, beide ſind in der That dieſelben, und, glaub' ich, auch dieſelben im Namen. Es freut mich, daß ſie genöthigt geweſen find, den Namen der rothen Männer beizubehalten, denn es wäre zu hart, ſte des Lands und des Namens dazu zu berauben.“
Wildtödter antwortete Nichts; er ſtand auf ſeine Büchſe ge⸗ lehnt, in den Anblick verſunken, der ihn ſo ſehr entzückte. Der Leſer darf jedoch nicht glauben, daß es das Maleriſche allein ge⸗ weſen, was ſeine Aufmerkſamkeit ſo lebhaft auf ſich zog. Die Gegend war in Wahrheit höchſt lieblich und ſie ſtellte ſich eben jetzt in einem der günſtigſten Augenblicke dar; die Oberfläche des See's war glatt wie Glas, und durchſichtig wie reine Luft; er warf auf ſeinem ganzen öſtlichen Saume das Bild der mit dunkeln Fichten bekleideten Berge zurück; die vorgeſchobnen Punkte reihten ihre Bäume in beinahe horizontalen Linien aneinander, während man die Buchten gelegentlich durch einen Bogen durchſchimmern ſah, welchen ein Gewölbe von Aeſten und Laub bildete. Es war
der Stempel tiefer Ruhe— die Einſamkeit, die von Landſchaften und Forſten zeugte, welche nie waren berührt worden von der Hand des Menſchen— das Walten der herrſchenden Natur mit Einem Wort, was einem Manne von ſeiner Lebensweiſe und Ge⸗ müthsart ſo viel reines Entzücken gewährte. Doch fühlte er auch, wenn ſchon unbewußt, als Dichter. Wenn er ein Vergnügen darin fand, dieſen umfaſſenden und ihm ungewohnten Einblick in die Ge⸗ heimniſſe und Geſtalten der Berge, der ſich hier eröffnete, zu ſtudiren, wie Jeder ſich freut, wenn ihm größere Anſichten über einen Ge⸗ genſtand aufgehen, der die Gedanken oft und viel beſchäftigt hat, ſo war er doch auch nicht unempfindlich gegen die innerliche Lieb⸗ lichkeit einer ſolchen Landſchaft, ſondern fühlte zum Theil jenen Frieden des Geiſtes, der Einem gewöhnlich bei dem Genuß einer
ſo ganz von der heiligen Ruhe und Stille der Natur durchdrun⸗ genen Seene aufgeht.
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