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„Der andre Umſtand war die Ungewißheit, ob ſie mich nähme. Das Mädel iſt ſchön, und das weiß ſie. Knabe, kein Baum, der auf dieſen Hügeln wächſt, iſt gerader, oder ſchwankt mit leichterer Beugung im Winde, und nie habt Ihr das hüpfende Reh in na⸗ türlicherer Beweglichkeit geſehen. Wenn das Alles wäre, würde jede Zunge ihr Lob verkündigen; aber ſie hat ſolche Mängel, daß ich es ſchwierig finde, ſie zu überſehen, und manchmal ſchwöre ich, nie wieder den See zu beſuchen.“
„Und was iſt der Grund, daß Ihr immer wieder kommt? Nichts wurde je dadurch ſicherer, daß man darüber ſchwur.“
„Ach, Wildtödter, Ihr ſeyd in dieſen Angelegenheiten ein Neuling; Ihr klebt ſo an Eurer frühern Erziehung, als hättet Ihr nie die Anſiedlungen verlaſſen. Bei mir iſt es ein andrer Fall, und nie empfinde ich das Bedürfniß, eine Idee feſtzuhalten, daß ich nicht auch Luſt fühle, darüber zu ſchwören. Wenn Ihr in Betreff Judith's Alles wüßtet, was ich weiß, würdet Ihr ein wenig Verfluchen wohl gerechtfertigt finden. Nun, die Offiziere ſtreifen manchmal hinüber an den See, von den Forts am Mohawk, um zu fiſchen und zu jagen, und dann ſcheint die Creatur ganz außer ſich! Ihr könnt das ſehen an der Art, wie ſie ihre Schmuckſachen trägt, und dem vornehmen Weſen, das ſie bei den galanten Herrn annimmt.“
„Das iſt unpaſſend bei eines armen Manns Tochter,“ verſetzte Wildtödter ernſt;„die Offiziere ſind alle vornehme Leute, und können ein Mädchen wie Judith nur mit böſen Abſichten anſehen.“
„Das iſt die Ungewißheit und der Dämpfer! Ich habe meine Be⸗ ſorgniſſe wegen eines gewiſſen Kapitäns, und Judith hat nur ihre eigne Thorheit anzuklagen, wenn ich Unrecht habe. Ueberhaupt wünſchte ich, ſie als ſittſam und anſtändig anſehen zu dürfen, und doch ſind die Wolken, die an dieſen Bergen herumtreiben, nicht un⸗ ſicherer und unzuverläſſiger. Nicht ein Dutzend Weiße haben ſeit ihrer Kindheit ſie mit Augen angeſehen, und doch das Benehmen, das ſie gegen zwei oder drei dieſer Offtziere zeigt, löſcht meine Flammen!“
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