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Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
Entstehung
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war jeder Zweifel aus Mercedes⸗ Bruſt entſchwunden und Luis er⸗ ſchien ihren Augen wieder in dem fruͤheren Lichte.

Die Beſprechung wurde, wie es in der Gegenwart königlicher Perſonen gewöhnlich iſt, leiſe geführt, und es währte ungefähr eine Stunde, bis ein Page ankündigte, daß Alles in der Capelle bereit ſey, indem er zugleich eine Thür öffnete, welche unmittelbar mit derſelben in Verbindung ſtand.

Das eigenſinnige Mädchen beharrt darauf, Tochter Mar⸗ quiſe, ſagte die Königin, indem ſie die Seite des Lagers verließ, und ich weiß nicht, wie ich es ihr aus dem Sinne reden ſoll. Es wäre grauſam, ihr die angebotenen Gnadenmittel zu verſagen, und doch iſt ein ſolches plötzliches Geſuch an Deinen Neffen und Deine Mändel durchaus unpaſſend.

Was den Erſteren anbelangt, theuerſte Sennora, ſo möchte er ſich wohl bereitwillig genug zeigen, darauf einzugehen, obgleich ich ſehr bezweifle, ob ſich Mercedes dazu wird bewegen laſſen, da Religioſttät und zarter Sinn für den Anſtand die Grundzüge ihres ganzen Weſens bilden.

Wir thun vielleicht nicht gut, nur daran zu denken. Eine chriſtliche Jungfrau muß Zeit haben, ihre Seele durch Gebete für das heilige Sacrament der CEhe vorzubereiten.

Und doch, Sennora, wird manche Ehe ohne dieſe Vorberei⸗ tung geſchloſſen! Ich erinnere mich einer Zeit, wo Don Ferdinand von Aragon und Donna Iſabella aus dieſem Grunde nicht gezögert haben würden.

Eine ſolche Zeit hat es nie gegeben, Beatriz. Es iſt Deine Gewohnheit, mich auf die Tage der Prüfung und der Jugend zurück⸗ blicken zu laſſen, wenn Du irgend einen nicht gehörig überlegten

Lieblingswunſch durchſetzen moͤchteſt. Glaubſt Du in der That, Deine Mündel könnte einen ſolchen Mangel an Vorbereitung überſehen?

Ich weiß nicht, in wie weit ſie ſich geneigt fühlen möchte, nachzugeben, Sennora; aber ich weiß,

daß, wenn es ein weibliches