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Bedienung zu bezahlen, aber ich zweifle ſehr, ob uns eine Dublone übrig bleiben wird, wenn wir an dem Ziele unſerer Reiſe anlangen.“
Ein leiſer aber ernſter Verweis zügelte dieſe unüberlegte Heiterkeit, und die Geſellſchaft machte an dem Thore Halt. Alle ritten auf Maulthieren, und ſchienen ihrem Aeußern nach, Kauf⸗ leute zu ſeyn, da in jener Zeit die verſchiedenen Stäͤnde ſich ſchon an ihrem Anzug erkennen ließen. Das Verlaſſen der Stadt be⸗ durfte keiner beſondern Erlaubniß, und der ſchlaftrunkene, folglich ärgerliche Thorſchließer entfernte langſam die Querhölzer, um die Reiſenden hinaus zu laſſen.
Während dieſen nöthigen Vorkehrungen ſtanden die zwei Soldaten etwas ſeitwärts und betrachteten ſich ruhig die Gruppe, obgleich ſie der ſpaniſche Ernſt verhinderte, ihre Verachtung offen an den Tag zu legen, als ſie unter den Kaufleuten zwei oder drei Juden bemerkten. Die Kaufleute ſelbſt gehörten jedoch der beſſern Claſſe an, wie ſich aus einigen Geleitern erſehen ließ, welche in Livree hintendrein ritten, und ſich in reſpektvoller Entfernung hielten, während ihre Herren die kleine Abgabe entrichteten, die dem Herkommen gemäß für das Oeffnen des Thores zur Nacht⸗ zeit bezahlt werden mußte. Einer dieſer Diener, der ein tüchtiges muthiges Maulthier ritt, kam während dieſer kurzen Zögerung ſo weit in die Nähe unſeres Diego, daß dieſer, von Natur ge⸗ ſprächig, ſich nicht enthalten konnte, ſein Sprüchlein anzubringen.
„Sage mir, Pepe,“ begann der Soldat,„wie viel hundert Dublonen zahlt man Dir jährlich für Deinen Dienſt, und wie oft erneuert man Dir dieſes ſchöne Lederwamms?“
Der Diener des Kaufmanns, welcher noch ein Jüngling war, obgleich ſeine kräftige Geſtalt und ſeine gebräunten Wangen auf ſtarke Anſtrengungen in Wind und Wetter deuteten, fuhr auf und erröthete bei dieſer unverholenen Ausfrage, die von einem vertrau⸗ lichen Schlag auf's Knie begleitet wurde, wobei noch ein Kneipen in den Schenkel die Ungebundenheit des Lagers bekundete. Wahr⸗


