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ſo daß ihre eingeſunkenen Züge deutlich hervortraten, auf denen das Elend in wenigen Tagen neue furchtbare Verheerungen ange⸗ richtet hatte:—„ich hatte vergeſſen— ich hatte vergeſſen! der Sohn folgt dem Vater: aber auch die Mutter muß ihrem Kinde in’s Grab folgen!“
„Er iſt ehrenvoll beerdigt mit Denen von ſeinem Geblüt und neben dem Manne, der ſeine einfache Unſchuld liebte!“
„Ja, er wohnt beſſer im Tode als früher im Leben! Gott ſey Dank! er kann nie mehr Kälte noch Hunger erdulden!“
„Ihr werdet finden, daß ich für Eure künftige Bequemlichkeit Vorſorge getroffen und ich hoffe, daß das Ende Eures Lebens glücklicher als deſſen Frühling ſeyn wird.“
„Ich bin allein,“ ſprach das Weib mit wildem Tone,„das Alter wird mich meiden und die Jugend wird mit Verachtung auf mich blicken! Meineid und Rache laſten ſchwer auf meiner Seele!“
Der junge Baronet ſchwieg; aber Polwarth nahm ſich das Recht, zu antworten:
„Ich will nicht zu läugnen wagen,“ fing der würdige Kapi⸗ tän an,„daß Beides ſehr traurige Gefährten ſind; aber ich zweifle nicht daran, daß Ihr irgendwo in der Bibel einen paſſenden Troſt für jedes beſondere Verbrechen finden werdet. Laßt mich Euch eine herzhafte Diät anempfehlen und ich ſtehe Euch dann für ein gutes Gewiſſen. Ich habe nie gefunden, daß dieſe Vorſchrift je fehlgeſchlagen hätte. Schaut Euch um in der Welt— fühlt je ein wohlgenährter Böſewicht Gewiſſensbiſſe? Nein; nur dann, wenn ſein Magen leer iſt, fängt er an, über ſeine Fehler nachzu⸗ denken! Ich möchte Euch ſogar als Mittel rathen, daß Ihr bald mit etwas Nahrhaftem anfanget, denn für jetzt zeigt Ihr durchaus viel zu viel Knochen, um auf einen gedeihlichen Zuſtand ſchließen zu laſſen. Ich möchte Euch wahrlich nichts Betrübendes ſagen, aber wir Beide könnten uns eines Falls erinnern, wo die Nahrung zu ſpät kam.“
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