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Achtung für den jungen Leidtragenden noch einen kurzen Augenblick ge⸗ zögert, entfernten ſich die anweſenden Herrn alle zuſammen von dem Orte der Trauer, da ſie Lionel's Wunſch, zurückzubleiben, bemerkten; eine Ausnahme davon machte der ſchon erwähnte verſtümmelte Offizier, welchen der Leſer auf den erſten Blick als unſern Pol⸗ warth erkannt hat. Nachdem die Leute den Stein wieder über die Oeffnung der Gruft geſchoben und ihn durch eine ſchwere eiſerne Stange mit ſtarkem Schloſſe verwahrt hatten, übergaben ſie, den Schlüſſel der Hauptperſon bei dieſer Handlung. Er empfing ihn ſchweigend, drückte ihnen Gold in die Hand und winkte ihnen zu gehen.
Im nächſten Augenblick hätte ein oberflächlicher Beobachter glauben können, Lionel und ſein Freund ſeyen die einzigen lebenden Beſitzer des Kirchhofs geweſen. Aber unter der anſtoßenden Mauer, zum Theil durch die zahlreichen Eckſteine der Beobachtung entzogen, ſah man die Geſtalt eines tief zur Erde gebeugten Weibes, deren Körper durch den Mantel, den ſie nachläßig um ſich geſchlagen hatte, nothdürftig verhüllt war. Sobald die beiden Herrn ſich allein ſahen, traten ſie dieſem troſtloſen Weſen langſam näher.
Ihre nahenden Fußtritte blieben nicht unbemerkt; doch ſtatt diejenigen anzuſehen, die ſo augenſcheinlich ſie anzureden wünſchten, drehte ſie ſich nach der Mauer und begann, ſich ſelbſt unbewußt, mit dem Finger die Buchſtaben einer Schiefertafel nachzuzeichnen, welche in das Mauerwerk eingefügt war, um die Lage von der Gruft der Lechmeres anzudeuten.
„Wir können nicht mehr thun, ſagte der junge Leidtragende: —„alles Uebrige iſt nun einer Macht anheim gegeben, welche ge⸗ waltiger iſt, als irgend eine auf Erden.“
Die ſchmutzige Hand, die unter dem rothen Gewande hervorſah, zitterte, fuhr aber in ihrer ſinnloſen Beſchäftigung immer noch fort.
„Sir Lionel Lincoln ſpricht mit Euch,“ ſagte Polwarth, auf deſſen Arm der jugendliche Baronet ſich lehnte. „Wer!“ ſchrie Abigail, indem ſie ihre Hülle von ſich warf,


