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Lionel Lincoln, oder die Belagerung von Boston / von J. F. Cooper. Nach der letzten, vom Verfasser durchges., verb. und mit Anmerkung versehenen Ausg. übertr. von Eduard Mauch
Entstehung
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nicht umhin konnte, im Innern für herabwürdigend zu erklären. Als ob dieſe Demüthigung noch nicht genügte, wandte ſich der junge Mann, da er bemerkte, daß eine allgemeine Pauſe ſeinem eigenen Eintritt gefolgt war, an ſeinen Gefährten und fragte ihn höflich, ob er zur Abfahrt bereit ſey. Ein ſtummer Wink der Hand war die Antwort, worauf das Boot von dem Schiff abſtieß, wäh⸗ rend das Letztere nach einem Ankerplatz in Nantasket hinſteuerte. Der abgemeſſene Ruderſchlag wurde durch keine Stimme un⸗ terbrochen, während ſie, gegen die Ebbe ſich ſtemmend, mühſam zwiſchen den Eilanden ſich durcharbeiteten; als ſie aber das Caſtell erreicht hatten, war das Zwielicht mit den ſanfteren Strahlen des Neumonds verſchmolzen, und jetzt, da die umgebenden Gegenſtände deutlicher hervortraten, fing auch der Fremde an, mit jener beweg⸗ lichen und überraſchenden Heftigkeit zu erzählen, die ſeine natürliche Art zu ſeyn ſchien. Er ſprach von den Oertlichkeiten mit der Wärme und der Rührung eines Enthuſiaſten und mit der Vertraut⸗ heit eines Mannes, der lange⸗ ihre Schönheiten gekannt hatte. Seine haſtige Beredſamkeit verſtummte jedoch, als ſie den nackten Werften ſich näherten und düſter ſank er in's Boot zurück, als wünſche er nicht, ſeine Stimme über das Wehe ſeines Vaterlandes laut werden zu laſſen. So ſeinen eigenen Gedanken überlaſſen, blickte der Jüngling mit geſpannter Aufmerkſamkeit auf die langen Häuſerreihen, die nun deutlich, obwohl in ſanfteren Farben und tieferen Schatten dem Auge ſichtbar waren. Wenige vernachläſſigte, abgetackelte Schiffe lagen an verſchiedenen Stellen; aber es fehlte das rührige Summen der Geſchäftigkeit, der Wald von Maſten, das Raſſeln der Räder, welches um dieſe frühe Stunde den großen Markt der Colonien hätte bezeichnen ſollen. Statt deſſen hörte man von Zeit zu Zeit Klänge kriegeriſcher Muſtk, die lärmende Fröhlichkeit der Soldaten, welche die Schenken am Strand füll⸗ ten, oder das dumpfe Anrufen der Schildwachen auf den Kriegs⸗ ſchiffen, wenn ſie die wenigen Boote, welche die Einwohner noch