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nahm er die Pfeife aus dem Munde, brachte ſie, nachdem er aus der reinen Luft einen kräftigen Zug geholt hatte, wieder an ihren früheren Platz und ging ſogleich an ſein Vorhaben. Ein wenig ſeitwärts von der ſüdlichen Thüre, von welcher aus ſich eine volle Ausſicht nach dem Fluſſe bis zu ſeiner Einmündung in die Bay von Neu⸗York eröffnete, lag über dem Seiteng ebälke der Scheune ein ſtarker Querbalken. Ueber dieſen warf der Führer der Re⸗ fugee's das eine Ende des Seiles, fing es dann wieder auf, und vereinigte die beiden Theile zu einem Knoten. Ein kleines ver⸗ wittertes Faß ohne Deckel und mit loſen Dauben, das wahrſchein⸗ lich von dem Eigenthümer als unbrauchbar zurückgelaſſen worden war, ſtand in einer Ecke. Der Wachtmeiſter, gehorſam dem Winke ſeines Offiziers, brachte es unter den Balken. Alle dieſe Vor⸗ kehrungen gingen mit der größten Ruhe vor ſich und ſchienen nun zur vollen Zufriedenheit des Kühjungenhauptmanns ausgeführt zu ſeyn.
„Komm,“ ſagte Letzterer kaltblütig zu dem Schinder, der bis⸗ her mit ſchweigender Verwunderung dieſen Anſtalten zugeſehen hatte. Er gehorchte und fühlte ſich erſt beunruhigt, als man ihn die Halsbinde abnahm und den Hut auf die Seite warf. Er hatte jedoch ſelbſt zu oft zu einer ähnlichen Maßregel ſeine Zuflucht ge⸗ nommen, wenn es galt, Bekenntniſſe oder Beute zu erpreſſen, als daß er den Schrecken eines an derartige bedenkliche Zurüſtungen nicht gewöhnten Mannes hätte empfinden ſollen. Der Strick wurde mit derſelben Kaltblütigkeit, welche den Hauptzug des ganzen Ver⸗ fahrens bildete, um ſeinen Hals geſchlungen, ein zerbrochenes Brett über das Faß gelegt und dem Schinder der Befehl ertheilt, hinauf zu ſteigen.
„Aber es kann umfallen,“ ſagte der Schinder, der jetzt zum erſtenmale zu zittern anfing.„Ich will Euch etwas ſagen— wie Ihr unſere Abtheilung an dem Weiher überraſchen könnt— Ihr braucht Euch nicht dieſe Mühe zu geben— mein Bruder hat das Kommando über ſie.“
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