Fluſſes hin, bis ſie den Punkt erreichten, dem die Fregatte gegen⸗ über lag. Auf ein gegebenes Zeichen näherte ſich dem Ufer ein Boot, deſſen Führer jedoch geraume Zeit zu landen zögerten und große Vorſicht anwendeten, ehe ſie unſern Reiſenden trauten. Als es aber Heinrich gelungen war, den Offizier, welcher die Ruderbande kommandirte, von der Wahrheit ſeiner Ausſage zu überzeugen, ſo wurde ihm endlich geſtattet, ſich wohlbehalten wieder ſeinen Waffengefährten anzuſchließen. Ehe der Kapitän von Birch Abſchied nahm; händigte er ihm noch eine für die Zeitum⸗ ſtände erträglich gefüllte Börſe ein. Der Krämer nahm ſie an und ſah die Gelegenheit ab, um ſie, ohne daß es der Schinder bemerkte, in einem Theil ſeiner Kleider verſchwinden zu laſſen, welcher gar ſinnreich zur Verbergung ſolcher Schätze einge⸗ richtet war.
Das Boot ſtieß vom Ufer und Birch drehte ſich um, athmend wie ein Menſch, der ſich von einer Laſt erleichtert fühlt, und ſchoß mit den bekannten, weit ausgreifenden Schritten den Berg hinan. Der Schinder folgte ihm, wobei ſich beide Theile gegenſeitig argwöhniſche Blicke zuwarfen, ohne jedoch ihr Schweigen zu unterbrechen. 4
Auf der an dem Fluſſe ſich hinziehenden Straße fuhren Wagen, und hin und wieder ließen ſich Reiterabtheilungen blicken, welche die Früchte ihres Beutezugs nach der Stadt geleiteten. Da der Haufirer ſeine eigenen Abſichten hatte, ſo vermied er eher das Zu⸗
ſammentreffen mit einer dieſer Patrouillen, als daß er ihren Schutz
aufſuchte. Nachdem er jedoch einige Meilen hart an dem Ufer des Fluſſes fortgewandert war, wäͤhrend welcher Zeit er, trotz der wiederholten Bemühungen des Schinders, ſich mit ſeinem Begleiter gewiſſermaßen auf einen geſelligen Fuß zu ſetzen— das beharrlichſte Stillſchweigen beobachtete und, das Gewehr ſorgfältig feſthaltend, beſtändig die Bewegungen des Andern argwöhniſch bewachte, bog der Krämer plöͤtzlich in die Landſtraße ein, um über das Gebirg


